Eine Radionik-Reise oder wie sich unsere individuelle Arbeit und Praxis entwickelt
von Caroline Steward
Transskript eines Vortrags vom Mai 2011
Guten Morgen. Mir wurde kein spezielles Thema gestellt (was ich als sehr schwierig empfinde!), so ist am Ende ein persönlicher Bericht daraus geworden. Es ist auch schwierig für mich, vor Kollegen über Radionik zu sprechen. Meine Reise in den vergangenen sechs Wochen resultierte in diesem Vortrag, den ich erst gestern um sechs Uhr früh niedergeschrieben habe. Ich hatte eine hohe Arbeitsbelastung, vorhandene und neue Klienten, und zusätzlich musste sich meine Tochter einer Operation unterziehen, weswegen ich nach ihrem Pferd sehen musste, das auf einem anderen Hof eingestellt ist, und bei ihrer Genesung stieß mein Pferd sie auch noch von den Krücken! Aber nun, so ist das Leben und so wird es vielen beschäftigten Radionikern gehen.
Radionik Definition fürKlienten
Ich habe in den letzten Jahren viel Zeit damit verbracht, eine Definition für Radionik zu finden, damit man zukünftigen Klienten diese komplementäre Therapie erklären kann. Ich kann ja nur über meine eigene Reise berichten, oder wie um Himmels Willen soll ich meinen Lebensunterhalt verdienen und gleichzeitig eine effektive Radionikerin sein?
Und was ist also Radionik, wie definieren wir sie, wie präsentieren wir sie der Öffentlichkeit und den Klienten und was mache ich eigentlich??!!
Wir haben alle keine Zweifel daran, dass Radionik ein wundervolles Therapiemodell ist. Sie ist einzigartig, deckt jeden Aspekt dessen ab, was einen Patienten ausmacht, sie umfasst alles und ist gleichzeitig sehr spezifisch. Sie hat so viele Vorteile, auf so vielen Ebenen – sie sollte für alle verfügbar sein.
Radionik ist auch eine Herausforderung:
Für Studenten, vielleicht deswegen auch die niedrigen Zahlen auf der Schule.
Für den Anwender selbst, er ist allein, wir behandeln ständig Klientenprobleme, nur ich, das Muster, die Instrumente, die Werkzeuge …
Für die Öffentlichkeit und mögliche Klienten – sie fragen, „Beschreiben Sie, was Radionik ist, was Sie machen …“
Für den Klienten … Was sind seine Erwartungen? Erklären wir vollständig, was wir tun? Manche denken, dass sie nur eine Analyse bekommen, andere wollen sofortige Ergebnisse. Das einzig fassbare Ding, das sie jedoch bekommen, ist ihre Rechnung am Ende jeden Monats!!
Ich frage mich, wie viele Leute hier im Raum verdienen ihren gesamten Lebensunterhalt für ihre Ausgaben, ohne Partnereinkommen oder Erbschaft, von der Radionik allein? (die Antwort war zwei)
Was sagt uns das?
Alles entwickelt sich, ist eine Reise. Wenn wir die Geschichte der Radionik betrachten, so hat sie sich entwickelt. Vor 19 Jahren fand ich mich als allein erziehende Mutter einer 4-jährigen Tochter mit niedrigstem Einkommen wieder und war nicht mehr an dem Geschäft beteiligt, das mein Ex-Mann und ich aufgebaut hatten.
Ich hatte immer mein professionelles Dasein als Reiterin und Reitlehrerin aufrecht gehalten und darauf verließ ich mich dann auch für kurze Zeit. Nach einem Vorfall mit einem 4-jährige Rennpferd, merkteiich dass dies nicht mehr die richtige Lösung für mich war. Ich musste einen Karriere finden, die mein Dasein als Vollzeitmutter mit Vollverdienst kombinierte.
Wir können Radionik von zu Hause aus durchführen, zu jeder Tageszeit – oder in der Nacht. Ich hatte also nicht nur den starken Wunsch, Radionik zu ‘machen’, sondern ich dachte auch, dass es funktionieren müsste. Ich setzte jedoch zunächst mein Reiten und mein Lehren neben meiner Radionikausbildung fort.
Tom Lafferty, mein allererster Tutor, meinte zu mir, dass ich nie durch Radionik meinen Lebensunterhalt verdienen würde. Er wurde zu einem meiner größten Unterstützer und Lehrer und half mir, es doch zu verwirklichen!
Vor ein paar Jahren passierte etwas, das mich in eine schwere Vertrauenskrise in die Radionik und in mich selbst als Anwenderin, als effektive Anwenderin, stürzte. All das, von dem ich dachte, dass ich es wüsste, was die Grundlage meiner Ausbildung und die Therapie selbst war, wurde in Frage gestellt, der Boden unter meinen Füßen weggezogen. Das eigentliche Problem war jedoch, dass ich Klienten hatte und meinen Lebensunterhalt daraus zog und ich darum kämpfen musste.
Warten wir alle auf das nächste große Ding. Wir haben unsere Geschichte, die Pioniere Abrams, Drown, Delawarr, Tansley und Dower als Pionier für Pferde … wir warten auf jemand, der uns an die Hand nimmt und uns vorwärts bringt, uns beschenkt, uns die Radionik des 21. Jahrhunderts als praktische, effektive, geerdete Therapie präsentiert, oder schreiben wir nichtssagende Artikel in einer Zeitung und [...] bleiben durch unsere Angst besetzte Einstellung begrenzt?
Ich musste also zurück gehen, Tansley lesen, Alice Bailey lesen, all den Stoff lesen, der mich dahin gebracht hatte, wo ich damals war, dann neue Bücher lesen, zu Workshops und Vorträgen gehen, Fragen stellen, forschen, und daneben arbeiten … Am Ende musste ich zurück zu meinen Wurzeln gehen, das ABC neu lernen und dann mein Lied singen.
Wir arbeiten als Individuen allein, können geheimniskrämerisch sein, können unsere Methoden öffentlich machen oder zurück halten, wir haben jedoch eine kollektive Verantwortung, die individuellen Talente für einen kollektiven Unterstützungspool zu nutzen … Wir schauen gleichzeitig zu unseren Wurzeln, zu unserer Gegenwart und entwickeln unsere Zukunft.
Caroline Myss schrieb in ‘Sacred Contracts’:
„Wirkliche Kreativität basiert auf einer soliden Grundlage aus Wissen und Disziplin.“
Ich glaube als Instrument, durch welches Radionik kanalisiert wird, dass ich eher einem Computer gleiche und nur so effektiv bin, wie die Information, die in mir ist. Während ich ein Instrument für meine Analyse und Behandlung nutze, kann ich das Instrument nur mit dem Instrument programmieren, das ich bin. Ohne eine solide, sichere, verständliche Grundlage in der Ausbildung kann man sich nicht weiter entwickeln.
Das Pendel ist unser Werkzeug – unser Tor zu allem.
Die Wichtigkeit, unsere Denkweise auszubilden, ein guter Kanal zu werden, Abstand zu gewinnen, Aufmerksamkeit, Absicht und die richtigen Fragen zu stellen, die besten Fragen, die Wahrheit zu suchen und vom Ergebnis Abstand zu wahren – das sollte an erster Stelle stehen.
Das ist jedoch ein Paradox – durch das Pendeln verbinden wir uns mit dem universellen Bewusstsein, allem, was ist, und mit unserem Patienten und allem, was ihn ausmacht. Wir müssen nichts ‘wissen’, um ein guter Pendler zu sein. Unsere Antworten sind jedoch von dem konditioniert, was wir wissen und zu einem gewissen Grade auch von dem, was wir glauben.
Wenn wir Studenten und Lizenziaten etwas vormachen, dass wir sie bitten, auf gewisse Art und Weise zu üben und zu arbeiten, wir selbst aber eigentlich gar nicht so arbeiten oder gar kein Instrument verwenden, so ist das vollkommen destruktiv. Was nötig ist, ist ein ehrlicher Zugang zur Weiterentwicklung eines Radionikers. Wenn wir keine sichere Grundlage haben, verlieren wir unseren Weg aus den Augen.
Es braucht übrigens kein Genie dazu, zu erkennen, dass wenn jemand genug Patienten hat, um ein entsprechendes Einkommen zu erzielen, wir ein Problem haben. Sagen wir 75 Patienten, die alle monatlich konventionelle Behandlungsmethoden, sagen wir mindestens zwei Stunden, benötigen, dann dazu eine halbe Stunde pro Patient an Kommunikation. All das verbraucht ungefähr 188 Stunden mindestens pro Monat. Das sind 47 Stunden pro Woche oder sechs Tage die Woche acht Stunden pro Tag. Dazu kommen noch neue Analysen, Patienten, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, oder auch nur die Rechnungen abzuschicken.
Das sagt uns, dass wir unsere individuellen Methoden entwickeln müssen und dabei die reinen radionischen Prinzipien nicht verwässert werden dürfen, um eine brauchbare professionelle Praxis aufrecht zu erhalten.
Anders als in gelegentlich stattfindenden Tagungen können sich die neu qualifizierten Mitglieder verlassen fühlen. Ich meine schon seit mindestens 10 Jahren, dass wir formale postgraduierte Nachschulungen und Workshops veranstalten sollten. Ja, wir sind heute hier, aber nur eine handvoll, und ja, die meisten von uns treffen sich in ihren lokalen Gruppen radionischer Behandler, aber es es bleibt keine Zeit, um ehrlich zuzugeben, dass durch die eigentliche Natur ihrer Methoden, professionelle Anwender ihre Methoden entwickeln müssen. Und können wir für die Radionik auf diese Weise eine brauchbare und professionelle Therapie gewährleisten?
Wenn wir uns qualifizieren und praktizieren, entwickelt jeder Radioniker seine eigene Signatur als Anwender. Dies zieht Patienten an, die diese Signatur brauchen.
Es geht darum, unser eigenes Lied zu singen, unsere Analyse und Behandlung folgen dessen Zeilen.
Ich persönlich bin fasziniert von der Seelenreise, dieser Inkarnation, von den uns vorgesetzten Herausforderungen, den eingebrachten Mustern und auch den von uns ausgewählten Herausforderungen, um die Facette dessen zu polieren, was einen Menschen ausmacht, ein Pferd, einen Hund, eine Katze.
Keine einzige Methode, kein einziger Radioniker ist besser als der andere. Jeder Patient resoniert auf unterschiedlichen Ebenen, jeder Anwender ebenso und deswegen werden drei Radioniker auch mit leicht unterschiedlichen Aspekten in der Analyse aufwarten.
Es ist jedoch unsere Verantwortung, unsere Arbeit zu verbessern, ein breiteres Wissen aller Aspekte als Grundlage zu haben, und die Methoden, mit denen wir in Resonanz stehen, zu bemeistern.
Was wollen unsere Patienten?
Wie können wir ihnen das am besten anbieten?
Wir arbeiten, um die höchste Ebene der Perfektion zu entwickeln, die diesen Patienten zu dieser Zeit unterstützen und versorgen kann.
Für mich zeigt jeder Patient vier Aspekte, welche durch die Präsentation von Symptomen demonstriert werden.
- Genetische Prädisposition, ererbte Charakteristiken.
- Angeborener Personentypus – wir denken dabei an die kosmischen Strahlen, Astrologie, Stärken und Schwächen.
- Wie wir durch die Lebenserfahrungen ‘gefärbt’ wurden, wie wir ihnen gegenüber reagieren.
- Muster aus vergangenen Leben.
In meiner Arbeit habe ich das große und das kleine Bild.
Das große Bild zeigt sich meist im Feinstofflichen und den Chakren/Energiezentren, ist chronisch, es sind die großen Faktoren.
Das kleine Bild zeigt sich normalerweise in den Symptomen, akute Probleme, das Körperliche, und die gezeigten psychologischen Probleme.
Ich beziehe mich auch auf die Archetypen, auf Radionik, auf den Menschen, das Pferd, den Hund und die Katze.
Weil das für mich notwendig war, habe ich mir meine Hauptwerkzeuge, mit denen ich arbeite, zurecht gefeilt. Ich bin von gewissen Aspekten unserer Arbeit fasziniert und bin in Resonanz mit ihnen, und mit der Zeit fokussiere ich mich immer mehr und reduziere mich auf sie.
Wenn ich arbeite, bereite ich mich vor, bevor ich anfange. Radionik ist eine Form der mentalen Heilung. Während unser Linkshirn die Logik und die Struktur unserer Arbeit ausarbeitet, arbeitet unser Rechtshirn, Tansley würde sagen in Dimension II. Wir erheben unser Bewusstsein mit kreativer Visualisation zum höchstmöglichen Punkt.
Unsere Wahrnehmung auf die Seelenebene zu positionieren, ist keine Trennung. Wir bringen den Patienten in den Geist. Auf dieser Ebene gibt es keine Beschränkungen. Die Macht des Glaubens und Vertrauens auf dieser Ebene ist entscheidend.
Ich bitte darum, mit dem Herzen und dem Geist zu arbeiten.
Und aus Zeitgründen habe ich meine eigene Analyse entwickelt.
Die Analyse ist Teil des Vertrages zwischen mir und meinem Patienten, von Seele zu Seele.
Die Analyse ist die Blaupause der signifikantesten und relevantesten Ungleichgewichte und Faktoren. Davon ausgehend restauriere ich die Vorlage zu der möglichst besten Perfektion. Meine Analyse wird zu einer Behandlungsvorlage. Das Meiste meiner Behandlungen des großen Bildes ist in meiner Analyse und den Reanalysen enthalten.
Ich glaube, das die Chakren einen enormen Einfluss haben. Ich frage, nachdem ich die Chakrawerte ermittelt habe, ab, „Zu wie viel Prozent war dieses Chakramuster zur Geburt bereits vorhanden?“. Manchmal sind es 5% oder 10%, manchmal aber auch viel höher.
Wenn ich mit den feinstofflichen Körpern arbeite, frage ich, „Wie hoch ist die Angleichung der Seele mit dem Ätherisch/Physischen, dem Astralen, dem Mentalen?“
Ich sammele so viele Informationen wie nur möglich (Fortsetzung der Radionik-Reise in der nächsten Ausgabe).













