Fragen aus dem vergangenen Monat 05.2010

gestellt an und beantwortet von Claudio Romanazzi MRadA

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F.: Sie schreiben: “Ein Radioniker ist jemand, der gelernt hat, absichtsvoll so präzise zu denken, dass Energie diesem Denkprozess wirkungsvoll folgt.” Jetzt würde mich interessieren, warum man dafür ein Radionik-Gerät braucht??
A.: Generell haben Sie natürlich Recht. Für den Satz oben braucht man eigentlich kein Radionikgerät. Der Schlüssel ist das Wort ‘absichtsvoll’. Die Absicht wird durch eine Analyse der Situation gebildet. Sinn eines Radionikgerätes ist es, den Anwender in diesem seinem Tun zu unterstützen.
Beispiel aus der Analyse: Der Patient hat ein Leberproblem. Mit Hilde des Radionikgerätes und einer ausgefeilten Abfragetechnik ermtteln Sie den Status und die Ursachen dafür.
Beispiel Behandlung: Sie möchten die Leber eines Patienten behandeln.
Für beide Beispiele gilt: Um dies mit der größtmöglichen Genauigkeit und Effektivität zu tun, müssten Sie absichtsvoll eine gesunde Leber (manchmal auch viele andere Informationen) für die intuitiv ermittelte Zeit im Kopf behalten und diesen Gedanken stabil halten. Die meisten Menschen sind jedoch nicht mal in der Lage, im Geist von 1 bis 10 zu zählen, ohne abzuschweifen. Am Radionikgerät wird nun Ihre Gedanke eingestellt. Damit wird Ihr Bewusstsein entlastet und die Aufgabe dem Unterbewusstsein übergeben. Letzteres weiß, dass das Radionikgerät genau das anzeigt, was gewünscht wird und kann so den Gedanken für die bestimmte Zeit stabil halten.

F.: Und was genau sind die “strengen Anforderungen” an ein solches Gerät? (Kommentar: es geht um die Anforderungen, die Ein Radionikgerät für die Radionikausbildung erfüllen muss.)
A.: Das Gerät muss in der Lage sein, den Anwender in wiederholten Messungen so zu unterstützen, dass ein Verlauf gemessen werden kann (Pendel). Die ach so hochmodernen Radionikcomputer, die mit Zufallsgeneratoren oder gar mathematischen Algorithmen ausgerüstet sind, bekommen so etwas nicht hin.
Beispiel: Ein Patient hat Schnupfen. Wir messen nun das Ausmaß der Erkrankung und eine paar Tage danach nochmals. Damit erhalten wir einen Verlauf. Wenn ein Radionikinstrument das leisten kann, ist es für das Studium geeignet (Messung von Prozentzahlen).

F.: Wenn Radionik auch mit Bleistift und Papier möglich ist, was ist dann der Grund so ein Gerät zu kaufen?
A.: Es ist einfach die Praxis. Der Aufwand für ein paar Patienten ist durchaus mit B&P möglich, werden es jedoch mehr, dann ist der Aufwand einfach nicht mehr gerechtfertigt. Ein Gerät ist auch das Mittel, die Verfahren und Strukturen, die im Radionikstudium vorkommen, so zu automatisieren, dass sie in Fleisch und Blut übergehen. Sie dienen dem Fernziel, eines Tages dann doch auf das Gerät verzichten zu können, wenn die Routine so verankert ist, dass man sich die Vorgehensweise nur noch vorstellen muss. Das dauert jedoch Jahrzehnte.

F.: Ich las irgendwo, dass ein Grund “Datenmenge” bzw “Übersichtlichkeit” sei. Aber dafür wäre doch auch eine simple Excel-tabelle geeignet??
A.: Um Radionik zu betreiben, muss man die Zutaten so kennen, wie ein Bäcker seine Brotteigmischung. Dazu ist es notwendig, immer wiederkehrende ‘Daten’ immer wieder am selben Fleck im Ratenbuch oder meinetwegen auch im Computer wiederzufinden. Auch das gehört zum Ritual. Wenn man weiß, wo die gesuchte Information zu finden ist, kann man viel entspannter arbeiten. Das ist vor allem für Lehrzwecke sinnvoll, wenn beide Seiten auf die gleiche Grundlage zurückgreifen.

F.: Ich bin Alexander-Techink Lehrer. In dieser Technik geht es kurz gesagt darum zu lernen, in einer Weise über sich selbst zu denken, die dem Körper die grösstmögliche (Bewegungs-)freiheit ermöglicht. Im Lichte ihrer oben zitierten Radionik-Definition: könnte man sagen, dass das Radionik auf sich selbst angewendet ist?
A.: Jaein. In der Radionik – jedenfalls soweit sie aus der englischen Radionikschule kommt,  die ja eine über 60-jährige Evolution hinter sich hat – wird zunächst immer nach den Ursachen geforscht, denn ohne diese bleibt man an der Oberfläche von Symptomen hängen. Wenn die Alexander-Technik das leistet, habe ich kein Problem damit, Ihnen zuzustimmen. Natürlich – das Erkennen und Identifizieren von Ursachen ist letztlich immer eine Frage der persönlichen Entwicklung, Bildung und des Wollens. Radionik kann auf einem wie immer gearteten Niveau betrieben werden, auch schulmedizinisch. In der Radionikschule lernen wir jedoch, auf der Ebene der am weitesten reichenden Ursachen zu arbeiten, weil das einfach die effektivste Methode ist, mit minimalstem Aufwand zu maximalen Ergebnissen zu kommen. Unsere leider kürzlich verstorbene Spitzenkollegin in England hat es so ohne Radionikcomputer auf ständige 350 (!) Patienten gebracht. Dabei war sie verheiratet, hatte zwei Kinder und bewirtschaftete mit ihrem Mann einen Bauernhof. Sie können sich sicher vorstellen, dass die Radionik in diesem Szenario  eine rigorose Gedankendisziplin erforderte.

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