Kleine Exkursion über das Spritsparen

“Es war einmal….”, so könnte diese fast märchenhafte Exkursion anfangen. Alles begann damit, dass ich mir einen Opel Frontera Baujahr 1993 mit Allradantrieb kaufte. Damals hatte ich vom Frontera im Speziellen und auch heute noch von Autos im Allgemeinen nicht viel Ahnung. Beim Kauf hatte ich also nicht auf den Verbrauch geachtet und auch nicht nachgefragt. Nach einigen Tankfüllungen – immerhin war das im Jahr 2002, in dem Spritsparen bereits ein großes Thema war – kam ich dann mal auf die Idee, den Verbrauch (hier Diesel) zu messen. Und oh Schreck – er betrug 13.2 Liter auf 100 km. Das konnte ich als Radioniker nicht zulassen.

Ich hatte bereits von einigen Experimenten und vom radionischen Möglichkeiten gehört, Einzelheiten waren jedoch nicht dabei. Also galt es die Dinge für mich persönlich neu zu entwickeln.

Zunächst konzentrierte ich mich auf die radionische Optimierung der Dieselverbrennung. Ich wusste ungefähr, wie ein Dieselmotor funktioniert (es sind vielleicht auch ein paar Vermutungen dabei, die nicht stimmen), und formulierte daraufhin einige Affirmationen:

  • Optimiere Zündzeitpunkt
  • Optimiere Dichtigkeit der Kolbenringe
  • Optimiere Vergasung
  • Optimiere Verbrennung
  • Verbrennung generiert optimale Kraftentfaltung
  • usw.

Der Lohn betrug ca. 2 Liter auf 100 km, was natürlich immer noch viel zu hoch war. Ich wusste von einem spanischen Freund, der einen baugleichen Isuzu fuhr, dass er ca. 8 Liter verbrauchte. Ich hörte mich also weiter um und kam schließlich bei den effektiven Mikroorganismen an.

EM, wie sie abgekürzt auch genannt werden, sind ein Gemisch von Bakterien, die eigentlich in der Landwirtschaft Verwendung finden. Dort optimieren sie das Bodenleben und damit den landwirtschaftlichen Ertrag. Inzwischen hat man aber festgestellt, dass noch viel mehr verbessert wird. In einem Nebensatz des Grundlagenbuchs von Professor Higa (dem japanischen Erfinder der EM), war auch von Treibstoffeinsparung die Rede, ohne jedoch allzu konkret zu werden. In anderen Werken wurde beschrieben, wie EM-Keramik1 in Rörchenform auf Draht gezogen in den Tank gehängt wird und somit dem Treibstoff sozusagen die EM-Information weitergegeben wird. Nach einigen Versuchen war mir das zu mühsam und zu geruchsintensiv und ich überlegte mit andere Wege.

Schließlich kam ich darauf, EM pur in den Öltank zu geben. Als Messeinheit benutzte ich einen Esslöffel. Ein Esslöffel auf einen vollen Öltank (der Opel Frontera verbraucht Öl und es muss alle paar Tausend Kilometer nachgefüllt werden). Das Ergebnis war überraschend:

Der Treibstoffverbrauch sank um einen weiteren Liter auf nun durchschnittlich 10.2 Liter pro 100 km. Als weiteren Effekt verschwand das vorher doch ziemlich deutliche Dieselgeräusch und wandelte sich in ein schnurrendes PKW-Brummen. Das war natürlich sehr angenehm und ein toller Effekt.

Leider hatte die Sache einen Nachteil. EM ist lebendig und das haben dann meine Ölschläuche zu spüren bekommen. Ganz plötzlich hatte ich Ölflecken auf meinem Garagenboden. Meine Werkstatt musste sie dann alle austauschen. Das war doch ziemlich teuer und ich lies das mit dem einen Esslöffel EM im Öltank bleiben. Doch oh Wunder – der Spritverbrauch stieg nicht an sondern blieb auf dem o.a. Wert. Nur das Dieselgeräusch trat wieder auf, wenn auch nicht mehr so stark wie zu Beginn.

In diesem Zustand fuhr ich einige Jahre und war eigentlich ganz zufrieden. Mit so einem alten Auto mit diesem Verbrauch zu fahren erschien mit angemessen. Meinen Freund in Spanien hatte ich dabei verdrängt.

Vor ein paar Monaten nun berichtete mir Volker Schalthoff von einer von ihm erstellten Strichcoderate, die den Treibstoffverbrauch bei Autos senken sollte. Es fragte mich, ob ich sie nicht mal testen wolle. Ich stimmte zu und er schickte mir ein Exemplar im DIN A4 Format. Dieses platzierte ich unter der linken Fußmatte (Fahrerseite).

Bei der ersten gemessenen Tankfüllung stieg der Verbrauch um ca. 1 Liter auf 100 km an. Natürlich besprach ich das mit Volker, doch wir konnten keine Erklärung finden. Wohl hatte ich einmal gehört, dass sich verschiedene Methoden zur Treibstoffeinsparung gegenseitig stören könnten. Ob das hier so war, sollten weitere Messungen ergeben. Ich beließ die Strichcoderate also am Platz und wartete ab. Tatsächlich sank der Verbrauch nun langsam ab und erreichte 9.8 Liter pro 100 km. Wieder eine erfolgreiche Maßnahme, dachte ich mir.

Dann kam mir noch eine Idee. Der Opel Frontera wiegt im Originalzustand ca. 1.8 Tonnen! Mit zum Endgewicht tragen das Frontgitter und der auf einer schwenkbaren Gabel sitzende Ersatzreifen hintan am Heck bei. Beide ließ ich nun von meiner Werkstatt demontieren und siehe da, die nächste Messung ergab 8.5 Liter auf 100 km. Natürlich – diese Einsparung war nicht auf radionische Maßnahmen zurückzuführen. Ich bin jedoch der festen Meinung, dass ich erst durch besagte radionische Maßnahmen auf die Idee kam, auch mal quer zu denken und nicht nur von Radionikgerät aus zu arbeiten.
Im Verlauf der Zeit sank der Verbrauch nun weiter auf durchschmittlich 8.2 Liter auf 100 km, womit ich nun im Bereich meines spanischen Freunds angekommen bin. Und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, hat er auch kein Frontgitter und keinen Ersatzreifen hinten mehr montiert. Zusammen wiegen diese Teile ca. 200 kg.

Das Experiment lief seit Februar 2002 bis heute. Die Einsparung liegt bei nunmehr ca. 38%, was in den heutigen Spritpreisspitzenzeiten nicht wenig ist.

Nachtrag und Ausblick
Mitte Oktober war ich auf der SETOS-Tagung und traf dort Martin Koch. Wir sprachen über dieses Thema und er berichtete mir über einen Kollegen, der mit Pyramiden arbeitet und ebenfalls damit Treibstoffeinsparungen erziele. Das interessierte mich natürlich und er versprach, mir ein Musterexemplar zu schicken. Dieses ist inzwischen bei mir angekommen. Ob das nun etwas bringt, kann ich heute noch nicht sagen. Ich werde jedoch auf der kommenden Radioniktagung der Deutschen Radionischen Gesellschaft e.V. (siehe weiter unten) Bericht erstatten.

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