Meine Sicht der Radionik Teil 2

von Carmen Karwehl HP MRadA, RNS 10.2010
(Fortsetzung aus RNS 09.2010)

Radionik ist eine Disziplin des Geistes
Radionik ist im Grund nichts anderes, als eine Form des geistigen bzw. des mentalen Hei-lens ist. Mit dem Unterschied, dass in der Radionik Geräte und Symbole zur Unterstützung des Geistes genutzt werden.

„Geist ist ein verkörperter und beziehungsorientierter oder beziehungsbezogener Prozess, der den Fluss von Energien und Information reguliert.“1 Dieses Zitat von Daniel Siegel beschreibt nicht nur, was der Geist ist, im Grunde beschreibt es wie Radionik funktioniert. Der Geist (des Anwenders) tritt in Beziehung mit dem Geist eines Klienten und der Geist (des Anwenders) reguliert den Fluss entsprechender Informationen.

Da die Radionik aus den Bereichen der Schulmedizin gekommen ist (Abrams war Neurologe und Pathologe), ist es gar nicht verwunderlich, dass Geräte benutzt wurden. Ist die Schulmedizin es doch gewohnt, mit Apparaten und Geräten zu arbeiten. Die ersten Radionik-Anwender konnten es sich noch gar nicht vorstellen, dass der menschliche Geist für die von ihnen erzielten Phänomene verantwortlich ist. Die Erschaffer der Radionik brauchten Erklärungen, die in ihr materialistisch geprägtes Weltbild passten. Wäre die Radionik in einem anderen Bereich entstanden, hätte ihre Entwicklung einen ganz anderen Verlauf genommen (und sicher einen anderen Namen bekommen).

Der Grund dafür, dass es viele verschiedene Geräte und Systeme gibt, mit denen Radionik praktiziert werden kann, liegt in der Vielfalt der Anwender begründet. Jeder Radioniker ist etwas anders, jeder Geist ist in einer etwas anderen Entwicklungsphase, und mit Hilfe der vielen verschiedenen Systeme kann jeder Radioniker die Radionik seinen eigenen momentanen Bedürfnissen und Fähigkeiten optimal anpassen. Und hier haben wir wieder, die gesunde, natürliche „Artenvielfalt“, die der Inbegriff alles Lebendigen ist. Und vermutlich liegt auch hier der Schlüssel für die von mir so frech behaupteten „Entartungen“.
Die Ursache dafür, dass all die unterschiedlichen Radionikgeräte funktionieren und dazu weder Strom, Magnetfelder, noch Licht brauchen, liegt im Geist des Anwenders. Ist der Geist ausreichend geschult, reichen ein Stift, ein Blatt Papier und eine Patientenprobe aus, um radionisch zu arbeiten.

Was bedeutet ein geschulter Geist?
An erster Stelle steht die Fähigkeit, seinen Geist zur Ruhe zu bringen und seine bewusste Aufmerksamkeit auf einen Punkt zu konzentrieren. Das bedeutet auch frei zu sein, von allen Erwartungen, von allem Wollen, das Aufrechterhalten einer entspannten Aufmerksamkeit für eine gewisse Zeit.

An zweiter Stelle steht die Klarheit. Nur wenn ich weiß, was ich will, kann ich zielgerichtet handeln.

An dritter Stelle steht das Wissen. Jeder Radioniker benötigt eine gute Wissensgrundlage über die Bereiche in denen er arbeitet. Je größer das Wissen ist, auf das er zurück greifen kann, desto besser wird seine Arbeit.

Wozu braucht es Geräte / Symbole / Stift und Papier?
Nach meinem Verständnis sind das alles Hilfsmittel, die das Geistige auf materieller Ebene sichtbar machen. Das ist wohl notwendig, weil wir in der materiellen Welt leben, sich unsere bewusste Aufmerksamkeit zum größten Teil / die meiste Zeit in der materiellen Welt befindet. Wir brauchen also noch Hilfsmittel, um den Geist und die Materie zu verknüpfen. Und je „schwächer“ der Geist ist, desto stärker müssen die Hilfsmittel sein. (Starker, gut geschulter Geist -> Papier und Stift – schwacher, wenig geschulter Geist -> aufwendiges, teures Gerät, das evt. verspricht alles alleine zu machen).

Radionik arbeitet mit Informationen
An erster Stelle steht der Radioniker selbst. Jeder gute Radioniker braucht Wissen, muss sich ausreichend über den Bereich, in dem er arbeiten will informieren. Nur dann ist eine sinnvolle Analyse möglich. Die gängigen Bereiche, in denen radionisch gearbeitet wird sind: Menschen, Tiere, Pflanzen, Systeme (z.B. Firmen). Wenn ich z.B. die Analyse eines Menschen erstellen will, brauche ich Information über Anatomie, Physiologie, feinstoffliche Anatomie usw., ich muss wissen wie der Mensch funktioniert und was für Störungen überhaupt auftreten können. Und ich brauche Information über Möglichkeiten, die zur Heilung verhelfen. Je besser meine Information, je breiter mein Wissensspektrum, desto effizienter wird mein Arbeiten. Wobei es hier nicht nur um auswendig gelerntes Schulwissen geht, sondern auch um intuitives Wissen. Und dabei ist es ungemein hilfreich, sich in vielen Bereichen auszukennen, viel gelernt – im Sinne von verstanden – zu haben.

Beim Erstellen einer Analyse kommen die Informationen aus dem System das analysiert wird. Nehmen wir als Beispiel wieder den Menschen. Im System eines Menschen ist alles gespeichert, was zu ihm gehört und mit ihm zu tun hat. Alles was „sichtbar“ ist, schlägt sich in der radionischen Analyse nieder. „Sichtbarkeit“ ist von der Programmierung des Patienten (unbewusst) abhängig. Alle Programmierungen, die dazu führen, dass bestimmte Informationen nicht in das Bewusstsein kommen, beeinflussen die radionische Analyse. Tansley erwähnt dieses Phänomen in „Radionik: Wissenschaft oder Magie“ S. 93: „Wenn ein Patient zum Beispiel eine tödliche Erkrankung hat und sich dieser in Dimension I nicht bewusst ist, kann man sich sicher sein, dass er sich dessen in Dimension II vollkommen bewusst ist, weil die Erkrankung seine Wahl ist. Man könnte während der Erstellung einer Analyse ….in die Situation geraten, dass der Patient im Geist den Datenbereich abschottet und ihn nicht dem Anwender präsentiert, weil er diese Information nicht in das, was wir physische Wahrnehmung nennen, ausgeben will. Deswegen wird der Anwender ohne jegliche Information über die tödliche Erkrankung bleiben.“ Mit Dimension I meint Tansley die physische Realität und mit Dimension II die Dimension der transzendenten ganzheitlichen Realität. Nach meinem Verständnis könnte die Dimension I mit dem normalen Wachbewusstsein (Vigilanz) und die Dimension II mit dem erweiterten Bewusstsein erklärt werden.

Wichtig für das Ergebnis einer Analyse sind auch die Programmierungen des Radionikers. Bewusste Programmierungen des Radionikers können sein: Klarheit (klare Absicht), Effizienz (nur die Ursachen ermitteln, die ich für eine hilfreiche Projektion brauche – spart Zeit), Konzentration (auf das was ich gerade tue). Unbewusste Programmierungen sind so vielfältig wie die Menschen selbst, aus diesem Grund kann ich hier nicht ausführlich darauf eingehen. Eine der wichtigsten unbewussten Programmierungen für den Radioniker ist die Unsicherheit, das fehlende Vertrauen in sich selbst. Dadurch blockiert und behindert er sich selbst und ist nicht in der Lage, seine Patienten optimal zu unterstützen. Auch vorgefasste Erwartungen fallen in diesen Bereich. Somit ist es meines Erachtens eine wichtige Aufgabe für jeden Radioniker, an sich selbst zu arbeiten, sich seiner eigenen unbewussten Programmierungen bewusst zu werden und sich gegebenenfalls „umzuprogrammieren“ bzw. die inneren Strukturen zu verändern.
Beim Erstellen einer radionischen Analyse erhalte ich die Informationen aus dem Feld des Patienten. Damit das funktioniert, muss ich den Patienten (und damit auch sein Feld) in meinen Geist bringen. Das tue ich mit Hilfe des Patientenmusters (Haarprobe, Blutstropfen, Foto o. ä.).

Während der radionischen Projektion erhält der Patienten, bzw. sein Feld Information aus dem Geist des Radionikers. Im Grunde ist es (fast) der umgekehrte Prozess wie bei der Analyse.

Was die Radionik macht

  1. Sie macht sichtbar:
    Durch die Analyse werden Informationen gewonnen, die vorher unbekannt/ unsichtbar waren. Manchmal bekommt man neue Information aus dem körperlichen Bereich, wobei der physische Körper bei vielen Menschen gut untersucht und vieles schon bekannt ist. Der Schwerpunkt der Radionik liegt meines Erachtens im feinstofflichen Bereich und im Auffinden der Ursachen. Ganz besonders solche Ursachen, die für viele anderen Bereiche der Medizin kaum oder gar nicht sichtbar sind, wie z.B. die Miasmen.
  2. Sie hilft zu verstehen:
    Die Radionik hilft dem Patienten, sich selbst besser zu verstehen und zu erkennen, was seine Krankheit mit ihm zu tun hat. Das ist sicher leichter gesagt als getan. Wie so vieles ist auch dieses Erkennen und Verstehen ein Prozess der sich entwickeln muss. Nicht bei jedem Patienten und bei jeder Erkrankung ist es möglich, doch eröffnet uns die Radionik die Möglichkeit zu erkennen und zu verstehen.
  3. Sie zeigt uns einen Weg auf, der zu Heilung führen kann (sofern Heilung möglich ist). Sie hilft uns, unsere eigenen Ressourcen zu erkennen.
  4. Sie hilft dabei, den Weg der Heilung zu gehen und unser volles Potential zu entwickeln.

An dieser Stelle scheint es mir wichtig, noch einmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass Radionik sowohl zur Diagnostik, als auch zur Therapie angewendet wird. Eine große Besonderheit der Radionik, sowohl für die Analyse als auch für die Projektion spielt die Entfernung, der Ort des zu behandelnden Objekts keine Rolle. Bei der Radionik handelt sich also um ein vollständiges und in sich geschlossenes System (Diagnose und Therapie). Und gleichzeitig ist es offen und flexibel, weil jedes Wissen, jede neue Information in die Radionik integriert werden kann. Dadurch wird es zu einem System, das in der Lage ist, mit dem Wissenswachstum der Menschheit mit zu wachsen. Jeder der es schafft, diesen vermeintlichen Widerspruch zu überwinden, erkennt die Genialität die darin steckt.

Was Radionik von anderen Methoden unterscheidet
Über dieses Thema können sicher ganze Bücher geschrieben werden, ich möchte hier nur kurz auf die für mich wichtigen und relevanten Unterschiede eingehen.

  • Aufdecken und beseitigen der Ursachen:
    Durch die radionische Analyse ist es dem Radioniker möglich, die Ursachen aufzudecken. Nur wenn wir in der Lage sind, die Ursachen zu erkennen und zu beseitigen, ist echte Heilung möglich. Und das sollte der Anspruch, das Ziel sein.
  • Arbeiten im feinstofflichen Bereich:
    Dadurch dass die Radionik im Bereich der Information arbeitet, ist es dem Radioniker schon in der Analyse möglich, vieles zu erfassen, was für andere Methoden nicht sichtbar ist. Angefangen bei Störungen in der feinstofflichen Anatomie, über Miasmen bis zu Toxinen (häufig auch durch Impfungen) und Giftsstoffen vermittelt die Radionik ein viel umfassenderes Bild als alle anderen Methoden die ich kenne.
    Die Radionik ermöglicht auch die Einflussnahme auf die oben angesprochenen Bereiche, was aus meiner Sicht ein wahrer Segen ist.
  • Analyse und Behandlung aus der Ferne:
    Das ermöglicht jedem Menschen sich „seinen“ Radioniker zu suchen und ermöglicht Therapie unabhängig von der Entfernung. Das ist im Zeitalter der Globalisierung, sicher ein Punkt, der in Zukunft noch wichtiger werden wird.

Was wir brauchen, was hilft, um die Radionik besser zu etablieren

  • Gut ausgebildete Radioniker, die wissen was sie tun und die in der Lage sind, ihre Patienten zu begleiten. Dazu gehört für mich auch, eine sinnvolle Aufklärung über das Phänomen der Radionik.
  • Die Akzeptanz der höheren / geistigen Ebenen und die Fähigkeit diesen Bereich jedem Patienten so nahe zu bringen, dass es für den Patienten annehmbar ist.
  • Die Akzeptanz der Radionik als ernst zu nehmenden Zweig der Medizin. Dazu gehört eine klare Distanzierung zu allen „pseudotherapeutischen Entartungen“! Und die klare Akzeptanz aller anderen „seriösen“ Methoden.

Was Radionik für mich ist und bedeutet
„Radionik hat mit kümmern um Leute zu tun,…“ (David Tansley, Radionik: Wissenschaft oder Magie, s. 19)

Dieses Zitat von David Tansley spricht mir buchstäblich aus der Seele und aus dem Herzen. Genau das ist es, was Radioniker tun, sie kümmern sich um Menschen, und die Radionik ist unser Weg dies zu tun.
Die Radionik zwingt und drängt nichts auf, sie nimmt jedes System, jeden Menschen so wie es ist. Es ist nicht nötig zu manipulieren, gewaltsam etwas zu verbiegen. Heilung geschieht sanft, im Einklang mit der Natur und der höheren Ordnung. Echte, nachhaltige Veränderungen kommen immer von Innen. Wir unterschätzen unsere eigenen Kräfte noch immer. Wir Menschen sind ein so geniales System, mit sehr genialen Selbstregulationsmechanismen. Durch die Radionik wurde uns ein Instrument gegeben, dass uns hilft, diese Mechanismen besser zu nutzen. Im Grunde stehen wir diesbezüglich noch immer am Anfang und halten jede wirklich geheilte Krebserkrankung für ein Wunder, für eine Ausnahme. Wir sollten langsam erkennen, dass das normal werden kann, wenn wir unseren Selbstheilungs- und Selbstregulationsmechanismen mehr Freiraum geben, anstatt permanent gegen sie zu arbeiten. Es gilt zu erkennen, dass jede Krankheit etwas selbst gewähltes ist, die Menschen haben keine Krankheiten, jeder Mensch ist seine Krankheit, die Krankheit ist (zumindest zeitweise) ein Teil des Menschen! Wer das für sich erkannt hat, kann mit allem was ihm begegnet ganz anders umgehen. Das hilft uns zu lernen, unsere eigene Natur zu erkennen und mit ihr (bzw. mit uns) im Einklang zu leben. Vieles was für die meisten Menschen zum alltäglichen Leben gehört, widerspricht der menschlichen Natur. Bei der Nahrung angefangen, bis zur geistigen Nahrung „müllen“ sich die meisten Menschen total zu. Stress, Fast Food und Big Brother – es grenzt an ein Wunder, dass wir das überleben. Und es sollte allen klar sein, dass das nicht ohne Komplikationen gehen kann.

Wenn wir erst einmal erkannt haben, dass wir gegen unsere Natur leben und dass vieles in unserer Umgebung der Gesundheit nicht zuträglich ist, ist die Radionik ein gutes „Instrument“, das uns helfen kann. Vorausgesetzt wir sind bereit für diesen Schritt und in der Lage die Radionik weise anzuwenden und einzusetzen.

Der aktuelle Trend, die Radionik über die Maßen anzupreisen, den Geräten eine Allmacht anzuhängen und Versprechungen zu machen, die nicht gehalten werden können, halte ich für falsch und weit am wirklichen Ziel vorbei. Ich habe schon öfter darauf hingewiesen, dass dieses Verhalten mehr schadet als nützt.

Bei allem, was die Radionik leisten kann, dürfen wir nie die aktuellen Möglichkeiten des Einzelnen außer Acht lassen. Auch mit der Radionik kann und sollten wir immer nur das bewirken, was für den einzelnen Menschen jetzt möglich und jetzt wichtig ist. Wir sollen, wie es so schön heißt, „den Patienten immer da abholen, wo er gerade steht“. Und ich kann nicht jemandem das Weltall versprechen, wenn es jetzt meine Aufgabe ist, ihm zu helfen, hier auf der Erde anzukommen und zu lernen, sich auf der Erde zurecht zu finden.

Es ist oft schwierig und trotzdem notwendig, den Patienten eine realistische Erwartung von der Therapie und im Grunde von seinen eigenen Möglichkeiten zu vermitteln. Durch die, letzten Endes aus Profitgier entsprungenen, „Allmachtsversprechungen“ wird es noch schwerer für die Patienten, eine realistische Erwartung zu entwickeln. Die unrealistischen „Versuchungen“ sind groß und überall präsent und versprechen oft genau das, was die Menschen hören wollen.

Hier entwickelt sich wieder eine, ich möchte fast sagen, für Menschen typische schizophrene Haltung. Auf der einen Seite unterschätzen wir unsere eigenen Selbstregulationsmechanismen, wir unterschätzen uns quasi selbst. Und auf der anderen Seite bescheinigen wir einer Maschine, einem Computer genau die Macht, die wir uns selbst absprechen. Das führt logischer Weise zu stärkerer Selbstabwertung vieler Menschen und einer „maschinell“ aufpolierten illusionären Selbsterhöhung einiger weniger, die im Besitz dieser Wundermaschinen sind.

“ …das Potential der Radionik so unbegrenzt ist wie der menschliche Geist.“ (eben da S. 178)

Noch wissen wir sehr wenig über unseren Geist, und letztlich wissen wir genauso wenig über Radionik. Das bedeutet, Radionik ist ein riesiges, zum größten Teil unerforschtes und unentdecktes Gebiet. Dadurch wird die Radionik zu einem Abenteuer, zu einer Lebensaufgabe, zu einem wertvollem Instrument, das wir nicht kaputt machen sollten, noch bevor wir es ganz „ausgepackt“ haben.

Radionik hat viel mit Verantwortung zu tun. Die Verantwortung gegenüber allen Menschen denen wir mit der Radionik helfen ist, so hoffe ich, jedem bewusst. Doch haben wir auch eine Verantwortung der Radionik selbst gegenüber, die Verantwortung, dieses wertvolle “ Instrument“ verantwortungs-bewusst zu nutzen. Es liegt scheinbar in der Natur des Menschen, etwas das Macht verleiht zu missbrauchen. Es ist eine große Verantwortung für jeden echten Radioniker, die Macht die die Radionik verleiht nicht eigennützig und selbstsüchtig anzuwenden. Auch wenn es der schwere und weniger Gewinn bringende Weg ist, ist es unsere Aufgabe, uns nicht von den Möglichkeiten der Zeit mitreißen zu lassen und Illusionen aufzubauen anstatt echte Inhalte anzubieten. Echte Heilung geht oft nicht so schnell und ist nicht so glamourös wie die Illusion einer Heilung, bzw. die schnelle Beseitigung der oberflächlichen Symptome. Und genau das ist es, was viele Menschen meinen zu wollen. Die meisten Patienten kommen mit einem bestimmten Symptom und wollen es einfach loswerden. Jeder der sich ernsthaft mit Heilung auseinandersetzt weiß, dass jedes Symptom einen Grund, eine Ursache hat. Jeder Mensch ist seine Krankheit, er hat sie aus einem guten Grund selbst gewählt. Jeder Mensch der in der Lage ist, dass zu erkennen, hat viel für sich gewonnen. Hier liegt eine große Aufklärungsarbeit für viele Therapeuten.

Es gehört zu unserer Aufgabe und unserer Verantwortung als Radioniker, nicht in die Falle zu tappen und uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Es geht nicht darum, schnell viele Erfolge zu haben. „Der moderne Radionikheiler muss sein Bewusstsein im Kopf fokussieren und von dort arbeiten. Zu viele, heute und in der Vergangenheit, haben geradewegs durch ihr Solar-Plexus-Chakra und ihren Astralkörper gearbeitet, und so ihre Arbeit verherrlicht und ihre niedere Natur in dem Prozess überstimuliert…….wie Bailey es ausdrückt: Wenn alle Kräfte des Körpers und die zielgerichtete Aufmerksamkeit des Heilers im Kopf konzentriert sind, wenn der Astralkörper still ist und das Denkvermögen als Übermittler von Seelenenergie an die drei Kopfzentren wirkt, dann entsteht eine Strahlung oder Energieausströmung, die eine mächtige Kraft beim Heilen ist.“ (eben da S. 164)

In einer Zeit, in der es immer weniger Stabilität und Sicherheit im Außen gibt, weil alte Wertvorstellungen und Gemeinschaften (Familie, Kirche) fehlen, bei gleichzeitig wachsenden Möglichkeiten und Freiheiten (globale Vernetzung usw.) brauchen wir mehr als je zuvor, eine von Innen kommende Sicherheit und Stabilität. Und wir brauchen Menschen, die authentisch sind. Richtig verstanden und weise angewendet, kann uns die Radionik helfen authentisch zu sein, innere Stärke und Stabilität zu entwickeln. Radionik kann uns helfen, echte von innen kommende Veränderung und somit echte Heilung zu bewirken. Alles andere (symptomatische Behandlung) ist nur Reparatur. Das kann die Radionik auch, doch sollte es immer unser Ziel sein, jedem Menschen, bei dem es möglich ist, zu echter Heilung zu verhelfen.

Definition der Radionik

Radionik ist eine geistige, durch Geräte unterstütze Disziplin zur Fern-Analyse und Fern-Behandlung von krankhaften oder unerwünschten Zuständen.

Hier hört für mich die Definition der Radionik auf und es beginnen die Erklärungen über Heilung, die Entstehung von Krankheiten usw. Diese sind auch wichtig und notwendig, und jeder Radioniker braucht da sein eigenes klares Bild und sein Verständnis, das er auch all seinen Patienten vermitteln kann. Diese sind vielfältig und verändern sich bei jedem Radioniker im Laufe seines Lebens. Aus diesem Grund gehören all diese Dinge für mich nicht in eine Definition für Radionik.

Die Radionik ist ein Instrument, das uns in die Lage versetzt, all unser Wissen bezüglich Krankheitsentstehung, Heilung usw. anzuwenden.

Mir hat mal jemand gesagt, der Buddhismus ist ein Gefäß, das seine Form an den jeweiligen Inhalt anpasst, so dass der Inhalt (der Mensch) und das Gefäß (der Buddhismus) immer optimal zusammen passen. Ich denke mit der Radionik ist das ganz ähnlich. Jeder Radioniker passt das „Gefäß“ (die Radionik. im Laufe seiner Ausbildung, im Laufe seiner Arbeit, im Laufe seines Lebens immer wieder an seine Bedürfnisse und an seinen Wissens- und Entwicklungsstand an. Dadurch ist die Radionik ein lebendiger, beweglicher und sich ständig verändernder Prozess. Genau das macht die Radionik so spannend, so einzigartig und so wunderbar. Ich sehe es als meine Aufgabe als Radionikerin, diese lebendige Einzigartigkeit der Radionik zu erhalten, zu bewahren und sinnvoll zum Wohle der Menschheit zu nutzen.

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