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Die Anfänge
Die Anfänge der Radionik liegen bei Dr. Albert Abrams (1863 – 1924), einem Pathologen und angesehenen Neurologen aus San Francisco. Er entdeckte durch “Zufall”, dass Krankheiten wie z.B. Krebs einen veränderten Perkussionsbefund (Befund beim Abklopfen der Bauchdecke) der Bauchdecke auslösen. Der veränderte Perkussionsbefund trat allerdings nur auf, wenn der Patient mit Blickrichtung nach Westen stand. Dr. Albert folgerte, dass dieses Phänomen auf einer spezifischen Strahlung aus den Atomen des kranken Gewebes beruht, und das diese Strahlung gewisse Nervenfaser-Gruppen beeinflusst, wodurch ein Muskelkontraktionsreflex ausgelöst wurde.
Als nächstes fragte sich Abrams, ob diese Strahlung auch Einfluss auf einen gesunden Organismus hat. Er wählte einen gesunden Studenten als Versuchsobjekt, befestigte einen kleinen Behälter mit Tumorgewebe an seiner Stirn und fand wieder den veränderten Klopfbefund.
Mit der Entdeckung, dass krankes Gewebe eine bestimmte Reaktion hervorrufen konnte und der Idee, dass das auf eine Strahlung der Atome zurückzuführen sei, war die Basis, aus der die Radionik hervorgehen sollte, geboren! Abrams ging noch von einer elektronischen Reaktion aus und so sprach er von ERA (Electronic Reaction of Abrams[Elektronische Reaktion von Abrams]). Obwohl die Wirksamkeit Abrams Technik im Jahr 1924 von einem Komitee um Sir Thomas Horder wissenschaftlich nachgewiesen wurde, ist die ERA kein Teil der Schulmedizin geworden. Was leider wiedereinmal die fehlende Flexibilität und die Unfähigkeit Neues anzunehmen und zu integrieren Seitens der Schulmedizin beweist.
Die “Fackel wurde weiter getragen” von Abrams Schülerin Ruth Drown. Drown ging wie Abrams noch davon aus, dass es sich um ein physikalisches Phänomen handelte und arbeitete in einem eher schulmedizinischem Weltbild mit ERA und entwickelte die Technik weiter. Diese Weiterentwicklungen waren der nächste Schritt (oder besser gesagt Sprung) in Richtung Radionik. Ruth Drown entwickelte neue Geräte, bezeichnete ihre Therapie als Radio-Therapie, weil sie davon ausging, dass sie mit Radiowellen arbeitet. Anstatt die Bauchdecke des Patienten abzuklopfen, entwickelte sie die heute noch bekannte Reibeplatte (Pad Stick). Diese Reibeplatte wird immer noch benutzt, wobei sich das Material verändert hat. Ruth Drown hat eine mit Latex überzogene Metallplatte benutzt, heute wird auch Plastik verwendet. Bruce Copen war einer der Ersten, der für die Analyse ein Pendel benutzte. Mittlerweile gibt es viele Anwender, die eine Einhandrute, auch Tensor genannt, bevorzugen. Ruth Drown war auch die erste, die eine Blutprobe vom Patienten zur Analyse benutzte. Heute wird häufig ein Foto benutzt, das schnell und einfach per E-Mail verschickt werden kann. Auch die Haarprobe ist ein beliebtes Mittel zur Herstellung eines Patientenmusters.
1947 meldete der Elektroingenieur Thomas Galen Hieronymus als erster beim US-Patentamt ein Patent für ein Radionik-Gerät an. Durch verschiedene Experimente kam die Theorie der physikalischen Wirkung der Radionik zumindest in einigen Köpfen ins wanken. Nachgebaute Hieronymus-Geräte, sogar auf Papier gezeichnete Geräte funktionierten ebenfalls. Wodurch sich die Frage stellt, wie wichtig sind die Geräte wirklich und welche Rolle spielt der Anwender. Mit der Einsicht, dass der Geist des Radionikers das Meiste bewirkt, die Geräte nur helfen, den Geist zu fokussieren und in die richtige Richtung zu lenken, tun sich auch heute noch viele Menschen schwer.
Nach dem tragischen Ende von Ruth Drown wurde es um die Radionik in Amerika sehr leise. Eine Zeit lang wurde Radionik noch erfolgreich in der Landwirtschaft eingesetzt, konnte sich jedoch leider nicht gegen die starken Lobbys der Düngemittel- und Pestizidhersteller behaupten.
Mit George de la Warr feierte die Radionik in England eine Art “Wiedergeburt”, dem noch viele kluge Köpfe folgten, wie z.B. Bruce Copen, Malcom Rae und David Tansley. Jeder von Ihnen brachte die Entwicklung der Radionik ein Stückchen weiter, so dass wir im Falle der Radionik von einem über einen längeren Zeitraum “gewachsenen” Phänomen sprechen können. Und dieses Wachstum ist vermutlich noch nicht beendet.
Die Radionik, wie wir sie heute kennen, hat bereits einen ziemlich weiten Weg hinter sich. Und da es heutzutage ziemlich viele Erklärungen und Meinungen zu dem Begriff der Radionikgibt, beginne ich meine Arbeit mit der Betrachtung, was Radionik aus meiner Sicht nicht ist. Um dann im weiteren Verlauf der Arbeit das Phänomen Radionik von verschiednen Blickwinkeln aus zu betrachten und so ein klareres Bild von der Radionik zu entwickeln.
Was Radionik nicht ist:
Jeder, der sich z.B. im Internet auf die Suche begibt, um Information bezüglich des Phänomens Radionik zu bekommen, stößt auf eine Vielzahl, ganz unterschiedlicher Antworten. Dadurch entsteht mehr Unklarheit, Unsicherheit und Verwirrung. Aus diesem Grund steht am Anfang dieser Arbeit der Versuch, möglichst viel der aktuellen Meinung zu erfassen und zu entwirren (wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, das ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe und es sich hier nur um einen kleinen Ausschnitt handeln kann).
Eine sehr häufig anzutreffende, aus meiner Sicht unpassende Bezeichnung ist das “Besenden”: jemand der sich radionisch behandeln lässt wird besendet. Bei der Vorstellung etwas oder jemanden zu besenden oder selbst besendet zu werden fühle ich mich nicht ganz wohl in meiner Haut. Was wird womit besendet? Müssen die Patienten Antennen auf dem Kopf tragen, wie kleine ferngesteuerte Roboter? Es ist bereits an anderer Stelle erklärt worden, dass nichts besendet werden kann, da in der Radionik weder Sender, noch Empfänger eingesetzt werden. Meine nächste Assoziation zum Besenden ist das Bestrahlen: Mikrowellen-, Röntgenstahlen, egal, das will und braucht niemand und hat alles nichts mit Radionik zu tun! Gerade das Thema Strahlungen ist z.Zt. ja wieder brandaktuell, wo die vier großen Handyanbieter gerade zusätzliche Frequenzen ersteigert haben. Fernsehen, Radio, Handy, mobiles Internet, wir sind von so vielen Strahlungen, auf so vielen unterschiedlichen Frequenzen umgeben wie noch nie. Da möchte ich als Radioniker gar nicht mitmischen und die Angst bzw. das Unbehagen bez. der vielen Strahlen noch mit vergrößern oder verstärken.
Bei weiteren Recherchen habe ich allerdings entdeckt, das Prof. Dr. Popp im Bereich der Quantenphysik, festgestellt hat, dass Lebewesen Antennensysteme sind, sie empfangen, aber auch senden können (Nachzulesen in der Radionikinformation Jahrbuch 2000, S.3 in dem Artikel “Radionik: Kommunikation mit dem Steuerungssystem des Lebendigen” von Walter Häge). So gesehen ließe sich eine Sinnhaftigkeit in dem Begriff “besenden” in Bezug auf Radionik erkennen. Da der Begriff für den Normalsterblichen, der kein Quantenphysiker ist, irreführend ist, befürworte ich ganz entschieden die alte Terminologie der radionischen Projektion. Darunter versteht der Laie zunächst natürlich auch nicht viel, dafür wird er nicht in die Irre geführt und der Begriff ist nicht negativ besetzt, also viel freier.
Ein sehr kurioser Satz, über den ich bei meiner Recherche zur Radionik gestolpert bin: “Heilschwingungen werden nicht übertragen, sondern gesendet.” Es gibt Schwingungen die einfach Heilen? Wieso gibt es dann noch Krankheiten? Und schon wieder wird gesendet. Es ist wirklich überraschend, wie viele “Radioniker” in der “Gegend rum senden”. Und zu den Heilschwingungen: es ist nicht einfach die Schwingung die heilt, sondern die richtige Schwingung, die auf ein System trifft, dass dazu in der Lage ist, in Resonanz zu gehen. Das bedeutet, der Radioniker muss sich erst das System (also den Menschen) anschauen und so vorbereiten, dass es auf heilende Schwingungen reagieren kann. Im Grunde ist es auch keine heilende Schwingung, sondern eine Information. Und heilen kann die Information, weil das kranke System genau diese Information braucht, um wieder regelgerecht zu funktionieren. Es gibt im Grunde keine “heilende Schwingung”, sondern Information, die in der Lage ist, die natürliche Ordnung wieder herzustellen.
Noch etwas exotischer als “besenden” ist der Begriff “bewellen”. Für alle die nicht auch den Begriff “besenden” benutzen möchten eine sehr “schöne” Wortneuschöpfung. Sie ist noch irreführender und entstand vermutliche aus dem Trend, dass nur gut ist, was neu ist, der Wahn zu immer neuen Trends. Echte Heilkunde ist kein Trend und deswegen funktioniert das in diesen Bereichen auch nicht wirklich!
An anderer Stelle wird der nicht messbare Bereich einfach als radionischer Bereich bezeichnet. Sicher ist es richtig, dass die Radionik nicht physikalisch messbar ist. Doch alle Aussagen, die implizieren, dass alles nicht messbare einfach Radionik ist, sind falsch und zeugen von Unwissenheit. Selbst die Behauptung, alles nicht physikalisch messbare sei Radionik ist irreführend. Das Ergebnis einer radionischen Analyse wird mittels intuitiver Testverfahren (Pendel, Tensor, Pad Stick) ermittelt bzw. gemessen. Radionik ist also messbar, aber (noch) nicht physikalisch.
Alles in allem bekommt man schnell den Eindruck, dass “Radioniker” selbst nicht wissen was sie tun und versuchen, das hinter ein paar “schlau” klingenden Worten zu verstecken.
Zur “Krönung” gibt es Anwender und Hersteller, die behaupten, ihr Radionikgerät macht alles alleine. Das kann ich mir nicht vorstellen. Niemand würde auf die Idee kommen, Autos alleine fahren zu lassen, weil es viel zu gefährlich wäre. Warum sollten Ärzte, Heilpraktiker, Therapeuten so lange studieren und lernen, wenn es Geräte gäbe, die von ganz alleine erkennen, was dem kranken Menschen fehlt und was ihm hilft? Der Gedanke, die gesamte Verantwortung für die Gesundheit eines Menschen in die “Hände” eines Gerätes zu legen widerstrebt mir zu tiefst. Sicher ist und war es immer das Bestreben des Menschen, Wege zu finden, Geräte zu entwickeln, um sich die Arbeit zu erleichtern und so effektiver zu werden. Aus diesem Bestreben heraus macht es Sinn, auch als Radioniker Hilfsmittel zu nutzen. Doch sollte sich jeder Radioniker bewusst sein, dass es nur Hilfsmittel sind, die wir benötigen, weil unser Geist noch nicht vollständig entwickelt ist. Jetzt aber zu behaupten, das “Hilfsmittel” macht alles allein, was den Menschen selbst völlig überflüssig macht, empfinde ich als “Entartung”.
Wie eine gute Definition der Radionik sein sollte:
- Einfach und für jeden verständlich
- Sinnvoll, also realitätsbezogen
- Inhaltlich korrekt
- Frei von irreführenden Bezeichnungen oder Beschreibungen
- Glaubwürdig
Warum es schwierig ist, eine gute Definition für Radionik zu entwickeln:
Das liegt zum Einen daran, dass sich die Radionik in Bereichen bewegt, die von den Naturwissenschaften noch nicht erkannt/ anerkannt sind. Mit allem, was der Mensch nicht mit seinen fünf Sinnen erfassen, kann tut er sich schwer. Es ist auch schwer, diese Dinge in Worte zu fassen und sie so zu formulieren, dass keine Missverständnisse entstehen.
Zum Anderen neigen einige Menschen in Anbetracht schwer zu definierender, schwer fassbarer Sachverhalte dazu abzuheben. Solche Menschen verlieren zumindest partiell den Bezug zur Realität und wollen etwas wissenschaftlich erklären, was noch nicht wissenschaftlich (im Sinne der Naturwissenschaften) erklärt werden kann! Gerne in Kombination mit pseudoesoterischen oder pseudospirituellen Inhalten. Das führt dann zu einem unüberschaubaren Sumpf aus pseudowissenschaftlichen, haltlosen, bis hin zu falschen, irreführenden Erklärungen, wie wir es z.Zt. zu dem Begriff Radionik vorfinden.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Radionik nicht in das Weltbild der meisten Menschen passt, Radionik gehört (noch) nicht zum “Mainstream”.
Da der einzelne Mensch nicht dazu neigt, für sich selbst zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden, folgt er einfach der Mehrheit, schwimmt mit dem Strom. Alles was nicht zu diesem Strom gehört, geht an den meisten Menschen einfach vorbei. Wie bereits oben erwähnt, ist echte Heilkunst kein Trend und wird somit auch nie “Mainstream” werden!
Um es noch einmal mit den Worten von David Tansley auszudrücken: “Radionik ist eine Schnittstelle mit höheren Dimensionen von Realität und Bewusstsein, in denen, wie wir noch sehen werden, die Götter der Logik und Vernunft nicht notwendigerweise herrschen.” (David Tansley, Radionik: Magie oder Wissenschaft, S. 36)
In Anbetracht der Tatsache, dass es trotz breiter Anerkennung immer noch viele Menschen gibt, für die Homöopathie nichts als Humbug ist, wage ich die Behauptung, wir brauchen als Radioniker noch etwas Geduld und Beharrlichkeit. Gute Definitionen und Erklärungen, die Klarheit über das Wesen der Radionik schaffen und in irgendeiner Form die breite Öffentlichkeit oder zumindest Teile der Öffentlichkeit erreichen, sind meines Erachtens unabdingbar.
Woher der Name Radionik kommt:
Wenn ich mir zum besseren Verständnis der Radionik einmal anschaue, woher der Name Radionik kommt, muss ich feststellen, dass es (auch) hieraufkeine einfache und klare Antwort gibt. Vielmehr stoße ich auf mehrere verschiedene Antworten.
Leo und Megan Corte schreiben in der Radionikinformation, dass das Wort “radionic” von amerikanischen Studenten aus den Worten “radiation” (Strahlung) und “ionic” (ionisch) gebildet wurde.
Eine andere Erklärung besagt, dass sich der Begriff Radionik aus den Begriffen Radiästhesie und Elektronik zusammensetzt.
Auch der früher angenommene Zusammenhang zu Radiowellen und die Annahme, dass es sich um ein elektronisches Phänomen handelt könnte erklären, wie es zu der Bezeichnung Radionik gekommen ist.
Keine dieser Erklärungen passt so richtig zu meinem Radionikverständnis. Trotzdem existiert der Name und wird auch bleiben. So ist es halt mit Namen, das Kind bekommt einen Namen, bevor man weiß, was daraus einmal wird!
Fazit: Durch den Namen alleine erfährt man noch nichts über das eigentliche Phänomen. Andererseits lässt ein Name, der (in der breiten Masse noch) keine klare Bedeutung hat, viel Raum für Spekulation und Manipulation. Ein Grund mehr, sich um Klarheit und Authentizität zu bemühen.
(Fortsetzung in der nächsten Ausgabe)












