Radionik in der Landwirtschaft der USA heute

Prof. Dr. Wolf Dieter Beger und Dipl. Ing. agr. Anne-Elisabeth Seevers

Radionik in der Landwirtschaft

Radionik in der Landwirtschaft in Deutschland – „Ja, das Institut für Resonanztherapie in Cappenberg hat dazu Versuche gemacht, aber eigentlich beschäftigen sie sich vor allem mit Wäldern.“ Dort im In­stitut machte Frau Seevers, bevor unsere gemeinsamen Arbeiten überhaupt begannen, bereits ein vierwöchiges Praktikum, wir sind da­für dankbar, denn das Wissen, das sie mitbrachte, gab uns viele wert­volle Anregungen. Weitere Anwender waren auf unsere Fragen vor zwei Jahren in Deutschland nicht aufzutreiben.

Radionik im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Was lag da näher, als in das „Land der unbegrenzten Möglichkei­ten“ hinüber zu schauen. Schließlich haben die Pioniere der Radionik, von Abrams und H.S. Lewis angefangen, in den USA gelebt und Ed­ward W. Russell berichtet in seinem Radionik Report von zahl­reichen Experimenten in großem Stil in der Landwirtschaft schon An­fang der 50er Jahre zur Bekämpfung des ‘corn-borers’ (Schädling in Maisfeldern)in den Mais­feldern und zur Verbesserung der Kartoffelernte. Doch das Verfahren war seinerzeit zu erfolgreich, um nicht den Unwillen der chemi­schen Düngemittelindustrie zu erregen. Die von den Pionieren um Curtis Upton gegründete Homeotronic Foundation in Harrisburg kam in ernste Schwierigkeiten.
Nach Upton tauchte in den USA ein neuer Forscher auf, Dr. T. Ga­len Hieronymus, aus Kansas City. Er verbesserte die Leistungsfähig­keit der Radionik-Geräte, indem er ihnen Verstärker hinzufügte. Da­für be­kam er ein Patent mit der Nr. 2.482.773, für “Measure Emana­tions of Radiation of Materials Thereof”. In der UKACO, einer heute nicht mehr existierenden Firma, arbeitete er daran, den Bedarf an Pesti­ziden und Düngemitteln zu reduzieren. Die ersten Versuche in Penn­sylvania in den 50er Jahren wurden mit Schadinsekten durchge­führt. Wenn zum Schutz der Ernte Insekten zu beseitigen sind, ist der Bodenzustand nicht in Ordnung. Im Idealfall können die Kulturpflan­zen wachsen, ohne dass der Anbauer irgend etwas beseitigen muss. Mit Hilfe der Radionik können die Bedingungen so verändert wer­den, dass die Insekten sich nicht mehr wohl fühlen und aus dem be­troffenen Gebiet auswanderten.

In dem Buch “The Secret Life of Plants” (deutsch: Das geheime Leben der Pflanzen: Pflanzen als Lebewesen mit Charakter und Seele und ihre Reaktionen in den physischen und emotionalen Beziehungen zum Menschen) wird beschrieben, wie die Radionik in der Land­wirtschaft an­gewandt wird, wie erfolgreich dieses Verfahren ist, wie schließlich das U.S. Landwirtschaftsministerium in diese Entwick­lung eingreift und wie es möglicherweise dazu kam, dass die Firma UKACO aufgelöst wurde.

Radionik und Wirtschaftsinteressen

Mächtige Wirtschaftsvertreter begannen die Regierungsmitglieder zu beeinflussen, um den Gebrauch einer so „unwissenschaftlichen“ Technik als Heilverfahren und in der Nahrungsmittelproduktion zu verhindern. Die FDA (Food and Drug Administration, bei uns das Gesundheitsministerium) brachte Geset­ze heraus, um die Radionik von der ahnungslosen Öffentlichkeit fernzuhalten. Seither ist es in den USA sehr schwierig, ein Unterneh­men zu betreiben, das mit Radionik arbeitet oder forscht. Die An­wendung der Radionik in der Humanbehandlung wurde gänzlich ver­boten Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zeigte seine Be­grenztheit.

Erste Schritte

Da wir selbst mit dem SE-5 arbeiten, das in den USA hergestellt wird, lag es nahe, auf diesem Pfad weiterzusuchen. Es folgten Tele­fonate mit sehr zurückhaltenden Gesprächspartnern am anderen Ende der Leitung, ja man kenne zwar Anwender, aber ohne deren Einwilli­gung könne man keine Kontakte herstellen, und ob die Betreffenden einwilligen würden, sei höchst fraglich. Alle waren sehr vorsichtig und hielten sich bedeckt – wir müssten bitte verstehen, die Radionik sei in den USA nicht anerkannt und schließlich wisse man nie, wie gewisse Regierungsstellen reagieren würden. Fazit war, wenn wir weiterkommen wollten, müssen wir einfach selbst hinfahren.

Kurzer Querschnitt

Im Dezember l996 bot Don Mattioda in St.Louis ein Seminar über die Radionik in der Landwirtschaft an. Das war genau das Richtige für uns. Er arbeitet zwar nicht mit dem SE-5, sondern mit eigenen, von ihm konstruierten Geräten, aber uns ging es schließlich um die Anwendungsmöglichkeiten und die Erfahrungen, die in den USA ge­macht worden sind. Im Zusammenhang mit dem Seminar und weite­ren Recherchen bekamen wir langsam auch einen Überblick über den heutigen Einsatz der Radionik in Amerika. Bis heute nicht gelungen ist es uns, die Hinterlassenschaft der Homeotronic Foundation aufzu­spüren, von der Russell schwärmt, dass dort unbezahlbare Berichte von Experimenten, Details nützlicher Mittel und Statistiken der Er­folge zu finden seien. Eine Radionik-Forschung mit genau dokumen­tierten Versuchen ist nicht zugänglich. Weitgehend sind es einzelne Landwirte, die auf ihren Feldern, mit ihren Pflanzen experimentieren, ohne dies zu dokumentieren – oder zumindest ohne ihre Erfahrung anderen zugänglich zu machen.

In neuerer Zeit haben in den USA besonders zwei Männer missio­narische Arbeit für die Radionik geleistet und den amerikanischen Far­mern eine Alternative zur Anwendung von giftigen Substanzen in der Pflanzenproduktion nahe gebracht. Sie haben die Technologie aus den Laboren auf den Markt gebracht.

Der eine ist Jerry Fridenstine. Er vertreibt die sogenannten “Towers Of Power”, mit denen Nährstoffe im Boden balanciert wer­den kön­nen. Die Pflanzen wachsen dadurch besser, und die Produkti­onskosten sind niedriger. Seine Arbeit, die Farmer diesen neuen An­satz te­sten zu lassen, ist außerordentlich erfolgreich.

Peter Kelly ist der zweite. Er brachte ein Ratenbuch für die Radionik heraus, das dem von Hieronymus sehr ähnlich ist, aber noch weiter ins Detail geht und gesonderte Diagnose- und Behandlungsraten auf­führt. Er arbeitete Anfang der 70er Jahre daran und entschied sich dann, mit Dr. Hieronymus zu kooperieren. Später trennten sich ihre Wege wieder, und er brachte viele, die anderen helfen wollten, in Kontakt mit dieser Technologie. Neben anderen arbeitete Anfang der 80er Jahre auch Don Mattioda mit Dr. Hieronymus zusammen. Der größte Bereich, in dem Radionik heute in den USA angewandt wird, ist die Landwirtschaft.

Little Farm Research

Organic farming (ökologischen Landbau) betreiben in den USA knapp 1% der Farmer. Die Anwender der Radionik sind dementsprechend zum größ­ten Teil konventionell wirtschaftende Farmer und Viehzüch­ter, die versuchen mit Hilfe der Radionik ihre Probleme zu lösen. Ein Ver­käufer von Radionik-Geräten schätzt die Zahl der Benutzer von Ra­dionikgeräten in der Landwirtschaft auf mehrere Tausend. Dennoch kann man nach Einschätzung unserer Gesprächspartner bisher nicht von einem Durchbruch sprechen.
Wenn man mit Menschen in den USA über Radionik spricht, wird meist auch sehr bald Lutie Larsen genannt. Sie betreibt mit einigen Mitarbeitern in Utah Little Farm Research, ein Zentrum, in dem Seminare zur Radionik in der Landwirtschaft angeboten, Versuche durchgeführt und Farmer beraten werden. Auch Lutie Larsen hat ein sehr übersichtliches Buch mit Raten, das „Gardening Ratebook“ her­ausgegeben und alle zwei Monate erscheint ihr „Radionic Report“, in dem sie neue Raten vorstellt, auf Veranstaltungen hinweist und sonst noch allerlei Wissenswertes mitteilt.

Radionik in der landwirtschaftlichen Praxis

In welchen Bereichen und in welcher Weise setzen die Amerikaner nun die Radionik auf ihren Farmen ein? Will man z.B. seinen land­wirtschaftlichen Betrieb von einem chemischen auf ein organisches Konzept umstellen, kann die Radionik dabei sehr hilfreich sein. In­sekten können vertrieben werden, das Wachstum der Unkräuter ver­ringert, und man kann jegliche Probleme sofort analysieren.

Am Anfang gibt es jedoch einige Fragen zu klären. “If you don´t know where you are going, any road will take you there.” (Wenn man nicht weiß, wohin man gehen will, führt jeder Weg dorthin.) Die Ziele müssen klar sein und die Zeit, in der man sie erreichen will.

Erfolgreicher Pflanzenbau beginnt immer mit dem Boden. Die Frage nach der Bodenqualität ist daher die erste, die es zu klären gilt. Für einen radionischen Bodentest ist die beste Zeit der Winter, wenn die Pflanzen ruhen oder abgeerntet sind, zum Beispiel der 1. Januar.

Ein Labortest gibt zwar Werte für den Gehalt der verschiedenen Nährstoffe im Boden an, als Gesamtgehalt oder auch die Menge der mit bestimmten Hilfsstoffen gelösten Nährstoffe. Damit weiß man aber noch lange nicht, wie viel wirklich für die Pflanzen aus dem Bo­den entnehmbar ist.

Radionischer Bodentest

Mit einem radionischen Bodentest bekommt man da ein vollständige­res Bild, zum Beispiel von der tatsächlichen Verfügbarkeit der Nährstoffe.

Wenn man den Boden zusammen mit der Saat, die darauf wachsen soll, radionisch analysiert, kann man von vornherein feststellen, ob beide miteinander kompatibel sind und dadurch schon vor der Aus­saat die Qualität der Ernte prüfen. So kann man unter verschiedenen Saaten genau die Sorte wählen, mit der man seine gewünschten Ziele weitestgehend erreicht.

Radionisches Düngerprogramm

Ein Düngerprogramm kann nach Vorschlag von Don Matthioda wie folgt aufgestellt werden:

  1. Messen Sie die allgemeine Vitalität der Anbaufläche.
  2. Messen Sie die allgemeine Vitalität der Fläche zusammen mit der vorgesehenen Saat. Falls der Wert niedriger ist als der unter (1), versuchen Sie es mit anderem Saatgut.
  3. Fügen Sie einen N4-Dünger hinzu und messen Sie wieder die allge­meine Vitalität. Testen Sie auf diese Weise verschiedene Dünger­formen. Die Intensität soll wiederum höher sein als unter (2).
  4. Verfahren Sie ebenso mit allen weiteren Zusatzstoffen. Der Wert der allgemeinen Vitalität soll mit jeder weiteren Substanz, die auf die Fläche gebracht werden soll, merklich ansteigen.
  5. Mit einer Messung auf 100-0 (Test auf Ja/Nein) kann man abfra­gen, ob alle notwendigen Stoffe berücksichtigt worden sind.

Die erforderlichen Düngermengen können ebenfalls radionisch be­stimmt werden. Und darüber hinaus kann man die übliche Dün­gungspraxis mit einer radionischen Übertragung der Substanzen ergänzen. Don Mattioda gibt für dieses Verfahren eine Steigerung der Nährstoffverfügbarkeit um 10% an. Man geht dabei folgendermaßen vor:

  1. Die Amplitudenknöpfe5 werden auf 0-100 (die Rate für den „gan­zen Körper“) eingestellt.
  2. Ein Foto von der Anbaufläche wird zusammen mit einer Dünger­probe in das Eingabefach gelegt.
  3. Man ermittelt die Balancierungszeit.
  4. Man ermittelt die Anzahl der Balancierungen.
  5. Man ermittelt die Länge der Zeit zwischen den Balancierungen.
  6. Einstellen der Balancierung.

Einige Anwender haben auch versucht, die Nährstoffversorgung aus­schließlich durch die Balancierung zu bestreiten, was aber in den be­schriebenen Fällen doch nicht zu genügen schien. Jedoch war es im­mer möglich, den Düngeraufwand deutlich zu reduzieren, indem so­zusagen ein Mischverfahren aus der „stofflichen“ Düngung und einer zusätzlichen Übertragung der entsprechenden Schwingungen ange­wandt wurde.

Auch die Wildkräuter können bei der Düngungsplanung berücksich­tigt werden. Wenn es einige vorherrschende Arten auf der Anbauflä­che gibt, kann man jeweils ein Blatt davon als Probe verwenden, um schon bei der Auswahl der Düngemittel zu prüfen, wie sich deren Vi­talität durch die Nährstoffzufuhr verändert. Auf den Anteil von Kräu­tern im Bestand der Kulturpflanzen ist auch besonders dann zu ach­ten, wenn ein Düngerprogramm erst während der Wachstumsperiode aufgestellt werden soll. Nur wenn es nicht zu viele unerwünschte Pflanzen gibt, kann man mit einem Foto als Probe arbeiten, denn sonst würde man Kultur- und Wildpflanzen gleichermaßen unterstüt­zen.

Je mehr man über die Situation weiß, die man radionisch bearbeiten will, desto besser werden die Ergebnisse sein. Wird der Boden konse­quent den Bedürfnissen der Pflanze entsprechend aufgebaut, und baut man die optimal an den Boden angepasste Pflanzenkultur an, so ist schließlich auch keine Fruchtfolge mehr nötig – Pflanzengemeinschaf­ten und Bodendecker, die gleichzeitig düngen, entwickeln den Standort und die Bodenfruchtbarkeit.

Radionik und Schädlingsbefall

Bei Schädlingsbefall werden inzwischen keine der vorhandenen Ra­ten mehr eingesetzt. Man holt sich den Schädling oder die Schadpflan­zenart vom Feld und ermittelt selbst nach der zugehörigen Rate. Der Grund dafür liegt in lokalen Variationen, die immer wieder auftreten können. Die bereits vorhandenen Raten bezeichnen also eher die Art; man ver­wendet sie nur zur Orientierung und für die Feineinstellung.

Radionikbehandlung per Foto

Im nächsten Schritt verwendet man diese Rate, um mit dem Foto des Bestandes den prozentualen Befall anhand der Intensität zu prüfen. Erst wenn der Befall über eine kritische Grenze ansteigt, beginnt man mit der Balancierung. Man verwendet für diesen Zweck Reagenzien, d.h. Hilfssubstanzen, die die Vitalität der Schädlinge verringern, die der Kulturpflanzen jedoch fördern oder wenigstens nicht beeinträchtigen. Auch Kalk, Honig oder andere ungiftige Substanzen an die ganze An­baufläche zu übertragen, ist möglich. Die Insekten verlassen dann nor­malerweise das Feld.

Radionik mit dem SE-5

Im SE-5 Betrieb sieht die Praxis des Balancierens etwas anders aus. Die Rate des Schädlings wird durch den Computer als Impuls gegeben und gleichzeitig das Gerät mit dem Foto von der Anbaufläche und der Amplitudeneinstellung 0 auf Balancieren gestellt. Vor der radionischen Übertragung von Pestiziden dagegen wurde ein­dringlich gewarnt, ihre Schwingungen kontaminieren sowohl den Be­stimmungsort als auch das Gerät. Ein Problem dieser Art entsteht z.B. bei der Übertragung von Penicillin in der Milchviehhaltung. Chemisch ist das Penicillin zwar in der Milch nicht nachweisbar, die Schwingun­gen sind aber dennoch vorhanden.

Nochmals das Wildkraut

Die Kontrolle der Wildkräuter ist nach Angaben von Don Mattioda et­was schwieriger als die Schädlingskontrolle, vielleicht weil sie ein­fach so gesund sind. Möglicherweise gibt es auch mehrere Raten für ein und dasselbe Kraut, so dass es schließlich mehrere Jahre dauern kann, bis man das Problem im Griff hat und auf die konventionellen Methoden verzichten kann. Aber auch hier gilt wieder: je mehr man vom Zustand seiner Anbaufläche weiß, je besser man die Ursachen kennt, um so leichter lässt sich das Problem lösen.

Radionik in der konventionellen Landwirtschaft

Von einer Anwendung der Radionik in konventionellen Betrieben rät Don Mattioda aus eben diesen Gründen eher ab. Radionik darf nach seiner Einschätzung nicht für kurzfristige Reparaturen verwendet wer­den. Ist man allerdings bereit, auch grundsätzliche Änderungen in sei­ner Betriebsführung vorzunehmen und nicht vor den tatsächlichen Ur­sachen seiner Probleme die Augen zu verschließen, dann kann die Radio­nik eine ideale Hilfestellung bieten.

Radionik und Bodenfeuchtigkeit

Eine weitere Einsatzmöglichkeit für die Radionik ist die Regulie­rung der Bewässerung. Mit Hilfe einer Rate für die Bodenfeuchtigkeit kann man, wiederum in Relation zur allgemeinen Vitalität, sowohl den ge­genwärtigen Feuchtzustand als auch den aktuellen Wasserbedarf be­stimmen. Die Palette der Anwendungsmöglichkeiten der Radionik in der Land­wirtschaft ist letztlich nur durch die eigene Fantasie begrenzt. Es muss noch einmal ausdrücklich betont werden, dass uns zu den be­schriebenen Einsatzmöglichkeiten keine schriftlichen Erfahrungsbe­richte oder Versuchsprotokolle zugänglich waren. Unser Bericht be­ruht teils auf Ausführungen des Seminarleiters Don Mattioda und teils auf Schilderungen von Farmern, die die Radionik in ihren Be­trieben anwenden. Es gibt in dem Bereich noch viel zu erforschen. Notwendig scheint es uns auch, Forschungsergebnisse systematisch zu sammeln, damit nicht jeder das Radionik-Rad neu erfinden muss.

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