PDF-Druck
Nun, wird der journalgebildetete und damit von der Werbeindustrie gut gerüstete Leser zweifelnd fragen, heute gibt es doch diese tollen Radionik-Computer, die mit den Glanzanzeigen, die alles können und mit Hilfe derer jeder, der sich berufen fühlt, zum Gott werden kann? Erledigen diese Geräte nicht alles, was man in der Radionik braucht, um effektiv und ohne Probleme alles zu erschlagen, was der geneigte Patient an Beschwerden mitbringt? Kann man wirklich so falsch liegen? Können Sie Beispiele nennen, die Ihre Aussage von oben belegen und die mit heutigen Mitteln nicht mehr durchführbar sind?
“Aber ja, das kann ich.”, antworte ich. Ich zitiere hier aus meinem Buch ‘Radionische Fotografie‘ von George de la Warr und Claudio Romanazzi, Seite 180 ff.
Sondieren per Fotografie
von George de la Warr, aus Mind and Matter, September 1958
1950 bauten wir die Mark I Radionikkamera und 1952 hatten wir über 2.500 Fotos organischer und anorganischer Objekte. Wir hatten keine Ahnung, warum wir in der Lage waren, solch klare Fotografien zu bekommen, aber das hohe Maß an Wiederholbarkeit war sehr ermutigend. Der medizinische Aspekt des Phänomens zog uns an und wir machten uns daran, einen Prozess fotografischer Diagnose zu entwickeln. Ein kurzer Bezug auf eines unserer Experimente findet sich auf Seite 171.
Wir dachten, dass es möglich sein könnte, Zustände des Bodens zu ‘diagnostizieren’ und eine Methode der Mineraliensuche zu entwickeln, indem wir ein gewöhnliches Foto einer Landschaft benutzten, ähnlich der Verwendung eines Patientenfotos anstatt eines Blutmusters. Wir gruben einen Topf mit Kupfersulfatkristallen ungefähr 60 cm tief ein und rotierten diese unter Verwendung des portablen Detektors2 in ihre kritische Resonanzposition. Wir nahmen eine normale Kamera und fotografierten die Gegend aus erhöhter Position (Abb. 1), wobei die Position der Kristalle ziemlich genau in der Mitte des Sichtfensters und unter der Markierung lag.

Foto der Stelle, an der gesucht werden sollte. Am angegebenen Punkt im Zentrum des Bilds sind Kupfersulfatkristalle eingegraben.
Wir nahmen an, wenn fotografisches Mineraliensuchen überhaupt möglich sei, müsste ein Effekt entweder auf der fotografischen Emulsion oder auf dem Glas der Fotoplatte selbst vorhanden sein. Nachdem die Platte entwickelt war, versuchten wir daher einen fotografischen Effekt von ihr mittels der Mark I Kamera zu erhalten, die auf ‘Kupfersulfatkristalle im Garten’ eingestellt war. Wir hatten jedoch keinen Erfolg und mussten deswegen eine passenderen Apparat bauen – die Mark V Kamera. Diese Kamera erforderte sowohl ein Muster des Kupfersulfats als auch die korrekte Einstellung der Rate, bevor man irgendeine fotografische Reaktion von der ‘Landschaftsplatte’ bekam. Das fotografische Ergebnis, das wir letztlich erhielten, schien Haufen zu ähneln, welche von unregelmäßigen Mustern von elektrostatischem “Bürsteneffekt” umgeben waren.
Es wurde notwendig, den Ort der Kristalle in der Landschaftsplatte festzustellen und wir entschieden uns für einen Prozess der Elimination. Wir schnitten die Platte in drei Teile, A1, A2 und A3, wie in Abb. 2, wir wiederholten den Mark V Prozess und erhielten leere Platten bei A1 und A3. Nur A2 war ‘positiv’, wie in Abb. 3 zu sehen.

Der erste Schritt beim Suchen durch einen Eliminierungsprozess ist die Teilung des Fotos in Abschnitte, wobei jeder Abschnitt in der Kamera auf Kupfersulfat getestet wird.

Fotografische Reaktion der Kamera auf Abschnitt A2. Bei den Abschnitten A1 und A3 bekamen wir keine Reaktionen.
Dann nahmen wir den Streifen A2 und schnitten ihn in drei Teile, B1, B2 und B3, wie in Abb. 4, wiederholten den Mark V Prozess für jedes Stück und erhielten leere Platten für B1 und B3. Nur B2 war positiv und ist in Abb. 5 zu sehen.
Als wir den B2 Streifen in drei Teile, C1, C2 und C3, teilten, wie in Abb. 6, fanden wir nur C2 positiv (siehe Abb. 7). So hatten wir also unsere Suche nach den vergrabenen Kristallen eingeengt und hätten wahrscheinlich damit fortfahren können, das Gebiet auf noch präzisere Grenzen zu reduzieren.
Unser nächster Schritt war festzustellen, ob das Glas oder die Emulsion diese Ergebnisse produzierte, und so kratzten wir die Emulsion von C2 ab, trugen sie auf einen Objektträger eines Mikroskops auf und wiederholten den Mark V Prozess mit dem Abgekratzten und mit dem nackten Glas der Platte. Dies führte zu Abbildung 8, die zeigte, dass das ‘positive’ Ergebnis erhalten wurde, wenn man die abgekratzte Emulsion verwendete.

Die zweite Phase des Prozesses der Eliminierung ist die Teilung von A2 in drei weitere Abschnitte, B1, B2 und B3.

Fotografische Reaktion der Kamera auf Abschnitt B2. Bei den Abschnitten B1 und B3 bekamen wir keine Reaktionen.
Es ist klar, dass die Intensität in den Abbildungen 3, 5 und 7 anwächst, weil der Anteil der Fotoplatte kleiner wird. Das Experiment war von Anfang bis Ende zufrieden stellend und wir können nicht abstreiten, uns bei dem Gedanken, eine neue Methode der Mineraliensuche gefunden zu haben, großartig zu fühlen. Mit einer Fundgrube an neuen Ideen im Kopf begannen wir eine Reihe von Experimenten zur Entwicklung des Apparats und der Technik. Die Mark V Kamera wurde komplettiert und später eine Mark VI Kamera entworfen, die in der Lage war, dreidimensionale Bilder aufzunehmen. Detaillierte Informationen über diesen Prozess werden später aufgezeichnet.

Die dritte Phase des Prozesses der Eliminierung durch Teilung von B2 in drei weitere Abschnitte, C1, C2 und C3.

Fotografische Reaktion der Kamera auf Abschnitt C2. Bei den Abschnitten C1 und C3 bekamen wir keine Reaktionen.

Abbild erhalten mit der abgekratzten Emulsion von Abschnitt C2 in der Kamera. Vom Glas, von der die Emulsion abgekratzt worden war, erhielten wir keine Reaktion.
— Artikel Ende —
Noch kurz zur Erklärung: Die Radionikkamera ist natürlich keine Kamera im klassischen Sinne. Die Aufnahmen werden in absoluter Dunkelheit aufgenommen. Als dahinter liegendes Prinzip werden durch statische Elektrizität erzeugte Elektronen vermutet, welche durch ‘spirituelle’ (evtl. mediumistische) Aufladung der damals verwendeten, mit fotosensibler Emulsion belegten Glasplatten und dem gestaltenden Einfluss des Radionikers entsprechende Bilder (Negative) ermöglichte. Es gab also keinen Automatismus und wie dem Text zu entnehmen war, musste auch die Kamera noch verschiedene Stadien durchlaufen, bis sie als optimale Stütze für den Operator geeignet war. Nichtsdestotrotz ist das ein Gebiet, das die heutige Radionik unmöglich leisten kann, denn einmal sind die Datenmengen für die digitale Verarbeitung für Radiästhesisten viel zu groß und andererseits ist die mit Zufallsgeneratioren ausgestattete Gerätegeneration nicht in der Lage, entsprechend aussagefähige Ergebnisse zu erzeugen. Meinen Vorschlag aus meinem kleinen Artikel ‘Der letzte Radionische Beweis’ (RNS 01.2007) hat – sicherlich nur vorsichtshalber (Achtung: Ironie!) – keiner der Hersteller aufgegriffen.
So, was sagt uns das jetzt. Versuche, den radiästhetischen Teil der Radionik technisch zu ersetzen, sind bisher – so mein aktueller Informationsstand – gescheitert, bzw. haben bei den höheren Funktionen der Radionik nicht stattgefunden. Bei diesen höheren Funktionen kann man den Menschen und seinen Entwicklungsstand eben nicht mit Geräten ersetzen. Wer mechanistische Verfahren auf geistige Prozesse anwenden will, wird nach heutigem Kenntnisstand wohl immer scheitern. Ich will mich da jedoch gerne eines besseren belehren lassen, wenn denn von denen, die es angeht, demonstriert werden kann, dass wenigstens einigermaßen vernünftige Ergebnisse herauskommen. Behaupten kann man Vieles und sich herausreden kann man bei halbgebildeten Laien ebenfalls. Beim Fachpublikum jedoch hört der Spaß auf und nur harte Fakten zählen.
Fazit: Radionik mag vielleicht auf unterster Ebene, wo weder Systematik noch Ursachen eine Rolle spielen, mit Geräten möglich sein, die den radiästhetischen Teil der Radionik zu ersetzen suchen (heute üblicherweise mit Zufallsgeneratoren). Alles weitere unterliegt jedoch – ganz logisch eigentlich – der Bildung des Radionikers und seiner persönlichen Entwicklung (siehe auch unter FAQ in dieser Ausgabe).












