Radionik und das Alter von Radionikgeräten

oder

Wie gut ist die ältere Generation an Instrumenten?

Neulich kam im Radionikforum die Frage auf, ob ein computergestütztes Radioniksystem älteren Baujahrs überhaupt noch angemessen sei. Mir schien die Betonung dabei auf der Tatsache zu liegen, dass es in der Computerwelt ja immer weiter, höher, schneller zugeht und ältere Software ja manchmal nicht mehr auf der neuesten Generation von Betriebssystemen läuft. Weiterhin ging es auch um ‘neue’ Möglichkeiten in der Gestaltung radionischen Tuns, die man ja eventuell verpassen würde, wenn man ein älteres System anschafft.

Zur Einleitung eine kleine Anekdote. Als ich noch in England Radionik studierte, besuchte ich die Tochter von R. Murray Denning (Meine Suche nach radionischen Wahheiten, Radionik Verlag, 2000). Sie hatte nach dem Tod ihres Vaters allerlei radionisches Equipment geerbt. Da sie selbst keine Radionik betrieb, bot sie an, diese alten Geräte preiswert abzugeben. Nach längerer Autofahrt kam ich schließlich und bereits in der Dunkelheit an ihrem Wohnort an, konnte ihre Straße jedoch nicht finden. Ein kurzer Anruf genügte, dann kam sie schon angebraust und lotste mich durch ein Gewiss kleinster Gässchen zu ihrem Wohnhaus.

Dort wurde ich zunächst bewirtet und dann ging es in die Garage. Es war ziemlich kalt und doch wurde mir beim Auspacken diverser Kisten sehr warm. Es gab dort ein Dinshah-Farbtherapiegerät (noch die alte Ausführung mit der 1000 Watt Birne und der Wasserkühlung), das ich im Freundesauftrag in mein Auto lud. Es gab weiterhin fünf Peggotty Borads (das sind aus Holz und Pertinax gefertigte Radionikgeräte, die mit geometrischen Mustern arbeiten), von denen ich zwei einpackte.

Doch dann hob Frau Denning einen geheimnisvollen Koffer hoch und öffnete ihn. Gut darin verpackt befand sich ein Radionikgerät, von dem sie nur wusste, dass es aus Amerika stammte. Im Licht der Taschenlampe entzifferte ich das Herstellerschild und siehe da, dieses Radionikgerät war ein original von Ruth Drown, der großen amerikanischen Vorläuferin der Radionik.

Ich war wie vom Donner gerührt. Ein solches Gerät, hier, zu meiner Verfügung – ich hätte es mitnehmen können. Doch in der Radionik ist man fair und ethisch. Ich teilte Frau Denning also mit, dass dies gewissermaßen ein Schatz sei, den sie sehr teuer beispielsweise bei Ebay versteigern könne.

Solche Geräte sind weltweit sehr gesucht und wie ich später erfuhr, konnte sie es an einen Interessenten – interessanterweise wieder aus den USA – für mehrere tausend englische Pfund verkaufen.
Worin besteht nun die Faszination und das Interesse an solchen Geräten? Nun, es ist die Geschichte des Erfolgs, den die Protagonisten der klassischen Radionik mit ihrer Gerätegeneration hingelegt hatten. Diese sind so legendär, dass selbst die FDA davon überrollt wurde.

Die FDA (die Gesundheitsbehörde der USW, Food and Drug Administration) organisierte in den 80er Jahren eine Ausstellung von so genannten quack instruments aus. Das könnte man als Quacksalbergeräte bezeichnen. Unter diesen befand sich auch eines der Instrumente von Ruth Drown. Diese Ausstellung war nur ca. zwei Wochen öffentlich, denn die Behörde wurde von buchstäblich tausenden von anfragen über die Konstruktionspläne von gerade diesem Instrument überrollt. Da in der Behörde niemand die Verbreitung fördern wollte – immerhin hatte man ja in den 40er Jahren Ruth Drown dafür ins Gefängnis gebracht – wurde die Ausstellung schnell wieder geschlossen und jegliche Publizität eingestellt.

Fazit: auch nach Jahrzehnten ist das Interesse an solchen Instrumenten ungebrochen. Was jedoch der heutige Anwender kaum noch im Bewusstsein hat ist, dass solche Geräte nur mit viel Wissen über die Dinge funktionieren. Die Erklärung ist einfach. Zitat aus Dimensionen der Radionik, David Tansley, Radionik Verlag, 1999):

Ein radionisches Instrument ist ein Gerät, das dazu entworfen worden ist, einen radiästhetisch sensitiven Anwender in seiner Arbeit zu unterstützen:

so wirksam wie möglich,
so effektiv wie möglich und
so mühelos wie möglich.

Man kann jedoch nur etwas unterstützen, was bereits vorhanden ist. Dieses ‘etwas’ ist die Fachkenntnis des Anwenders, denn man kann nicht erwarten, dass einem Anwender irgendwelche geheimnisvollen Kräfte Dinge zukommen lassen wird, von denen dieser keine Ahnung hat. Nicht nur dass die Verwendung der Ergebnisse vollkommen unverantwortlich wäre, da man sie ja mangels Fachkenntnis nicht bewerten kann, dieser Anwender würde vollkommen abgehoben irgendwelchen Unsinn von sich geben, was nicht nur ihm sondern auch der Radionik ganz allgemein schaden würde.

Gleiches gilt natürlich auch für die heutige Gerätegeneration, nur dass kein Hersteller von Radionikgeräten oder -systemen mehr von der notwendigen Fachkenntnis spricht. Verkaufsargumente heute sind das genaue Gegenteil, nämlich dass der Anwender nun gar nichts mehr machen muss. Mein Standardargument dagegen ist immer, dass es dann ja auch keine Krankheiten mehr geben müsste, doch die Realität sieht ja – Gott sei Dank – anders aus. Wenn das alles so wunderbar funktionieren würde, wie die Werbung verspricht, würde es einen Kampf der Geräte um die Gestaltung der Realität geben. Das wäre eine richtige Katastrophe! Denn wer weiß schon, was all die Leute wollen, die ein Radionikgerät anschaffen? Das würde so aussehen wie die Rüstungsspirale im kalten Krieg.

Zu unser aller Glück zeigt die Realität andere Züge. Es ist tatsächlich so, dass es immer auf die Qualität des Anwenders und der Fachkenntnis auf dem Gebiet radionischer Abfrage ankommt, welche Qualität die Ergebnisse sind. Ich sehe auch keine Möglichkeit, dieses irgendwie zu umgehen – und bin sehr froh darüber!

Doch zurück zum Titel dieser kleinen Exkursion – für Radionikgeräte und -systeme älteren Datums gibt es nur ein Bewertungskriterium: die Resonanz zum Anwender. Die oben zitierte Aufgabe für ein Radionikgerät kann nur dann optimal erfüllt werden, wenn der Anwender auch damit zurecht kommt. Wer also eine Aversion gegen Computer hat, sollte sich kein Radioniksystem anschafften, das computergestützt ist. Und umgekehrt, wer gegen Knöpfe und Schalter eingestellt ist, der sollte sich lieber digital orientieren. Alles andere würde die Zusammenarbeit von Instrument und Anwender schwächen. Zum Schrauben nimmt man ja auch nur einen passenden Schraubendreher und nicht einen beliebigen. Wer letzteren nimmt, hat Probleme, die bei Verwendung des passenden nicht vorhanden wären.

Also keine Angst vor älteren Radionikgeräten. Es gilt immer, die eigene Resonanz dazu zu überprüfen und dann – bei Bedarf – entsprechend und konsequent zu handeln.

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