Radionikfragen aus dem vergangenen Monat – 11.2010

gestellt an und beantwortet von Claudio Romanazzi MRadA

Achtung: auch im Radionikforum werden Fragen gestellt und beantwortet!

F.: ich habe gelesen das man Affirmationen mit dem Pendel in Raten umwandeln kann. Ich habe eine Affirmation auf ein Blatt Papier geschrieben und möchte diese jetzt als eine Rate haben. Wie gehe ich am besten vor, wie setze ich mit dem Pendel diese Affirmation in eine Rate um?

A.: Ich glaube, diese Frage habe ich schonmal beantwortet. Allerdings ist mir in den nun fast fünf Jahren Radionik Newsletter System der Überblick verloren gegangen.
Nun, zunächst einmal muss man sich darüber klar werden, welches Ratensystem man benutzten möchte – oder dies gleich vom Pendel festlegen lassen. Dazu gehört natürlich auch die Kenntnis von Ratensystemen:

  • Basis 10
    Dies ist das älteste Ratensystem, das sich noch von den Widerstandsnetzwerken unserer radionischen Vorfahren her ableitet. Die einzelne Ratenkomponente ist eine Zahl zwischen 0 und 10 (daher Basis 10). Da die Komponenten direkt hintereinander geschrieben werden, muss es eine Unterscheidung zwischen 10 (Eins und Null) und 10. (Zehn) geben. Wie Sie sehen, habe ich hinter die Zehn einen Punkt geschrieben und genau das ist der Unterschied. Mit Punkt liest man bei 10 Zehn, ohne Punkt Eins, Null.
  • Basis 8
    Dies ist sozusagen ein Interimssystem aus England aus den 50er bis 70er Jahren. Damals wurden Radionikprojektoren gebaut, deren Einstellknöpfe nur eine Skala von 0 bis 8 bedienten. Die Basis 8 Raten bestanden demnach nur aus den Ziffern 0 bis 8.
  • Basis 44
    Dies ist das System, das heute noch von der englischen Radionikgesellschaft in ihrer Radionikschule (in der deutschen natürlich ebenfalls) gelehrt wird. Es stammt von Malcolm Rae, der die englische Radionik maßgeblich beeinflusst hat. Das System besteht aus jeweils 2-stelligen Zahlen, die von 01 bis 44 reichen (daher der Name Basis 44).

Wer sich mit einem der Systeme auskennt, sollte auch innerhalb dieses Systems Raten ermitteln, denn das Auskennen stärkt die Wirkung der Rate. Man darf sich hierbei jedoch nicht vorstellen, dass die Rate eine eigene Kraft hätte. Eine Rate ist nichts anderes als ein Symbol, das für unserer Unterbewusstsein als Unterstützung dient und auf einem Radionikgerät eingestellt werden kann, das nicht über die Möglichkeit Buchstaben darzustellen verfügt.

Wer sich nicht auskennt, der sollte sich um diese Systeme gar nicht kümmern. Es gibt reichlich (auch computerisierte) Verfahren der Ratenerzeugung, die in keines der klassischen Systeme passen und damit sozusagen ‚wild‘ existieren. Die Wirksamkeit hat immer nur mit dem Anwender zu tun und nichts mit einem System. Daher ist gegen solche Raten auch gar nichts einzuwenden!

Wenn man sich nun über alles klar geworden ist, dann kann es endlich losgehen.

  • Bitte IMMER die Affirmation oder das radionische Kommando, das in eine Rate umgewandelt werden soll, auf ein Blatt Papier aufschreiben. Der hat auch einen Sinn: fast niemand ist in der Lage, die genaue Wortfolge so fest im Sinn zu haben, dass sie beim Pendelvorgang nicht irgendwie verfälscht oder abgewandelt wird. Das gilt es unter allen Umständen zu vermeiden. Es ist daher mehr als sinnvoll, die Wortfolge ständig vor Augen zu haben.
  • Dann benötigt man eine Pendelskala. Man muss die Werte ja irgendwo ablesen können. Am einfachsten ist ein Ausdruck mit folgender Skala:

    Pendelskala

    Pendelskala


    Wie man sieht, sind die Seiten mit 0 und 100 ‚abgeschrägt‘, damit man beim Pendeln auch weiß, welche der beiden Seiten gemeint ist. Das Patientenmuster kommt in die Mitte, wenn die Rate direkt auf einen Patienten bezogen werden soll. Wenn das nicht der Fall ist, bleibt die Mitte leer.
  • Nun legt man fest, aus wie vielen Ziffern, bzw. Zahlenpaaren die Rate bestehen soll. Um die Zahl nicht ‚einkreisen‘ zu müssen, wird zunächst gefragt, ob die Anzahl der Komponenten größer als 10 ist. Wenn das der Fall ist, dann fragt man ganz normal ab und lässt sich die Zahl auf der Pendelskala anzeigen. Nehmen wir an, wir bekommen die Anzeige zwischen 10 und 20. Dann brauchen wir nur noch die ‚Einer‘ (was genau so der Fall ist, wenn die gesamtzahl der Komponenten unter 10 liegt). Dazu denken wir uns die Nullen von den Zehnerzahlen auf der Skala weg und lassen uns die Einer anzeigen. Auch diese Zahl, das Gesamtergebnis, wird aufgeschrieben.
  • So, und nun geht es an die einzelnen Komponenten. Jede einzelne Komponente wird einzeln ermittelt und natürlich wieder aufgeschrieben. Pendelt man eine ‚wilde‘ Rate, so sind hier keine weiteren Regeln zu beachten. Ansonsten:
    • Basis 10
      Auf der Pendelskala werden alle Werte beachtet – von 0 bis 100, wobei die letzte 0 ab 10 jeweils weg fällt. Bei 10 bekommen wir demnach die 1, bei 20 die 2 und bei 100 die 10 als Ergebnis. Bitte hier daran denken, dass die 10 später mit Punkt dahinter notiert wird, um sie von 1 gefolgt von 0 zu unterscheiden.
    • Basis 8
      Hier dürfen nur Ziffern von 0 bis 8 erpendelt werden
    • Basis 44
      Hier wird es etwas komplizierter, denn die Komponenten bestehen aus zwei Ziffern. Die erste davon darf nur zwischen 0 und 4 liegen, denn die größte Komponenten ist ja 44.
      Der Bereich der zweiten Ziffer ist von der ersten abhängig. Ist die erste Ziffer eine 0, dann kann die zweite nur im Bereich von 1 bis 9 liegen, denn die Komponenten 00 gibt es im Basis 44 System nicht. Ist die erste Ziffer eine 4, dann kann die zweite nur im Bereich 0 bis 4 liegen, denn mehr als 44 ist in diesem System nicht möglich. Nur wenn die erste Ziffer 1, 2 oder 3 ist, ist die zweite Ziffer beliebig.

Nun haben wir alles. Alles? Noch nicht ganz. Das Ergebnis wird nun in eine Liste eingetragen. Wir wollen die Arbeit in späterer Zeit doch nicht noch einmal machen müssen, oder? Jeder Radioniker, der mit Raten arbeitet, führt eine solche Liste. Sie sollte nach Themen strukturiert und, wenn sie auf einem Computer geführt wird, zum leichteren Wiederfinden nach Alphabet sortiert sein. So, und nun sind wir wirklich fertig.

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