Radionikprojektion – mental oder gegenständlich?

In meinen vielen Diskussionen über Radionik kommen auch immer mal wieder Behauptungen auf, die mit der Projektion radionischer Inhalte zu tun haben und sich weit jenseits praktischer Handhabung befinden.

Kann man denn das nicht einfach mental machen?” (Kursivschrift vom Autor)
So lautet oftmals die Frage, die ich dann beantworten soll. Meine Antwort variiert wegen unterschiedlicher Fragestellungen natürlich, jedoch will ich hier versuchen, sie ganz grundsätzlich zu beantworten.

Grundlagen
Radionik definiert sich ja als gerätegestützte Geistheilung, d.h. wir verwenden Geräte, die uns in unserem Tun unterstützen. Würden wir das nicht machen, wären wir reine Geistheiler und damit (definitionsgemäß) keine Radioniker mehr. Von einem unserer großen Vorläufer (Malcolm Rae) ist überliefert, dass er nach vielen Jahren radionischer Praxis mit selbst entworfenen Instrumenten in der Lage war, sich durch die Vorstellung, wie er sein Radionikgerät in einer bestimmten Situation seines Patienten bedienen würde, hätte er es zur Hand, die gleiche Wirkung erzielte, als wenn er es tatsächlich gegenständlich bedient hätte. Hier würde ich noch von Radionik sprechen, denn Malcolm Rae hatte durch seine Vorstellung ja ein Gerät bedient. Er hatte es in seinen Geist verschoben!

Radionische Projektion
“Wie läuft denn eine radionische Projektion überhaupt ab?” Das mag ein Laie fragen, und trotzdem ich hier mit einer Fachleserschaft rechne, möchte ich trotzdem die wichtigsten Fakten ins Gedächtnis zurückrufen. Voraussetzung für unsere Radionikprojektion ist natürlich eine gründliche und fachgerechte Analyse des Ist-Zustands und der Ursachen für den vorliegenden Zustand. Aus dieser Analyse wurde ein Ablaufplan erstellt, was, in welcher Form und wie lange projiziert werden soll. Das interessante an diesem Ablaufplan ist, dass schon viele Patienten von einer Wirkung berichtet haben, die schon auftrat, als erst nur der Ablaufplan erstellt wurde. Der Geist des Radionikers hatte also bereits hier seine Arbeit aufgenommen. Nachdem das erledigt ist, geht es ans Werk. Jedes einzelne Kommando wird auf dem Radionikgerät eingestellt, mit dem Patientenmuster in Verbindung gebracht und diese Konstellation für die vorher ermittelte Zeit so gelassen. Die Theorie hinter diesem Verfahren besteht darin, dass rituell eine Rate/Affirmation mit dem Patienten in Verbindung gebracht wird. Unser Unterbewusstsein versteht das dann als Anweisung, genau das zu tun, nämlich das radionische Kommando mit dem Patienten in Verbindung zu bringen.

Klassisch wird genau so verfahren, wie oben beschrieben. Die alten Schalterinstrumente machen eben dieses – Einstellen der Schalter auf die gewählte Rate, Patientenmuster liegt im Ausgangsbecher oder der dafür vorgesehenen Stelle, die innerhalb des Instruments natürlich entsprechend verdrahtet ist, der EIN-Schalter wird betätigt (der steht vorher auf AUS, damit beim Patientenmuster nicht unabsichtlich Teilraten wirksam werden) und nach der vorher festgelegten Zeit wieder auf AUS gestellt. Wenn wir uns nun fragen, was in dieser Zeit beim Radioniker passiert, dann lautete die Antwort:

Nun, der Radioniker stellt die Rate ein und meint damit das, was die Rate aussagt – mit anderen Worten, er stellt sich geistig auf das ein, was er erreichen will. Er weiß das Patientenmuster (das Symbol für sein Ziel) im apparativen Zielbereich und beim Betätigen des EIN-Schalters verbindet er im Geist seine Zielvorstellung mit der Zielperson! Das ist aktives psychologisches Tun oder anders ausgedrückt – Geistheilung!

Die Durchführung
Die Durchführung der radionischen Projektion sieht heute meist anders aus. Undurchschaubare Listen, die zu lang sind, als dass man in ihnen noch eine Richtung geschweige denn ein Ziel erkennen kann, werden vom Laien stellvertretend vom Computer ablaufen gelassen. Oft ist es so, dass diese automatisierten Systeme Funde aus der Analyse übernehmen, ggfs. ‘homöopathisieren’, d.h. am Listeneintrag textmäßig eine Potenz hinten anhängen. Diese Listen werden dann vom Computer ohne Kontrolle, ohne Editieren ablaufen gelassen, d.h. für eine vom Computer bestimmte Zeit wird der Eintrag auf dem Bildschirm zu sehen sein (ist auch abschaltbar) und auf eine Schnittstelle nach außen geschickt. Das hat mit Geistheilung wenig zu tun, oder?

Damit lässt man die Chance aus, wahrlich eine Wirkung zu erzielen. Wenn man schon nicht jeden einzelnen Eintrag der Liste ins Bewusstsein ruft und auf Relevanz prüft (und bei nicht erreichen der selbst gestellten Kriterien gnadenlos rauswirft!), sollte man sie doch wenigstens einmal aufmerksam durchgelesen haben. Wer nämlich meint, der Computer erledige das schon für ihn, der irrt – jedenfalls was die Leistung der einzelnen Inhalte angeht.

Lege artis
[Anm.d.Autors]Lege artis ist lateinisch und bedeutet nach den Regeln bzw. Gesetzen der Kunst. Hierunter versteht man, dass eine Handlung entsprechend den anerkannten Regeln und unter Anwendung aller Erkenntnisse und technischen wie personellen Fähigkeiten und Kenntnisse ausgeübt wurde. [Quelle Wikipedia]

Wie müsste demnach eine ‘anständige’ Radionikprojektion aussehen? Zunächst einmal benötigt man ein geeignetes Instrument dazu. Radionikinstrumente, die ihren Besitzer nicht darin unterstützen, Radionik zu betreiben, sind keine guten Radionikinstrumente. Wie oben beschrieben sollten sie also die Möglichkeit haben,

  • Raten (in Ziffern) oder Affirmationen (in Buchstaben/Wörtern) anzuzeigen, damit sich der Radioniker auf sein Ziel einstellen kann. Es nutzt nämlich überhaupt nichts, wenn das alles in computermäßiger Hypergeschwindigkeit abläuft und das Bewusstsein des Radionikers nichts davon mitbekommt. Denn nach wie vor kann das Radionikgerät ja gar nichts, es ist das Bewusstsein des Radionikers, das seine Aufgaben an das Unterbewusstsein abgibt, das die Arbeit macht.
  • Dann benötigt das Instrument einen Platz für das Patientenmuster, der am besten auch noch richtig verdrahtet ist. Diese Verdrahtung macht physikalisch gesehen natürlich gar keinen Sinn, kann jedoch für unser Unterbewusstsein wichtig sein. Die Darstellung eines Fotos auf den Bildschirmen der radionischen Computersysteme ist hilfreich, hat jedoch wegen der fehlenden Verdrahtung nicht DIE Wirkung. Das kann jeder ausprobieren, der testen (Pendel, Rute, Reibeplatte) kann. Pendelfrage: “Wie stark ist meine Verbindung zu einem physisch verbundenem Patientenmus-ter?” und “Wie stark ist meine Verbindung zu einer Grafik eines Patienten auf einem Computerbildschirm?” In Prozent wird die erste Zahl stets (nicht unwesentlich) höher sein. Das liegt daran, dass sich die meisten Menschen stark überschätzen, was ihre mentale Leistungsfähigkeit angeht. Ein Freund (Managercoach) meinte einmal zu mir, dass die meisten Menschen mental nicht einmal bis 10 zählen könnten, ohne abzuschweifen.
  • Und es benötigt einen EIN/AUS-Schalter, damit unser Unterbewusstsein den Start und das Ende der Projektion verarbeiten kann.

Diese Mindestvoraussetzungen findet man bei modernen Radionikinstrumenten kaum noch vor, was schade ist, denn man verschenkt einfach um des Technikhypes willen Potenzial.

Hilfe, ich habe einen Radionikcomputer …
Nun in diesem Fall kann ich nur raten, die Bedingungen für regelgerechtes Arbeiten möglichst gut am Computer zu imitieren/simulieren:

  • Jeden Eintrag in der Projektionsliste anschauen und auf Relevanz prüfen.
    Es ist schon einmal vorgekommen, dass einem Bauern, der noch nie eine Straßenbahn gesehen hatte, ein Unfall mit selbiger ‘unterstellt’ wurde – solche Einträge müssen entfernt werden, zumal man immer Probleme damit hat, seinen Patienten solche ‘Ereignisse’ zu erklären.
  • Alle Einträge daraufhin überprüfen, ob sie für den Zustand des Patienten hilfreich sind.
    Das ist natürlich bitter für diejenigen, die Datenbanken kaufen und sich dann vorstellen, dass sie dadurch zu Spezialisten werden. Ohne wirkliche Kenntnis der Sachlage kann man eine solche Überprüfung nicht leisten. Um wirkliche gute Ergebnisse zu erzielen, sollte man sich jedoch Fachkenntnisse der Gebiete zulegen, die man mit Radionikcomputern abfragt. Alle Einträge entfernen, die nichts mit dem Zustand des Patienten zu tun haben.
  • Ggfs. auch Einträge hinzufügen, die man aus Sachkenntnis für hilfreich hält.
    Auch das ist für Besitzer von radionischen Computeranlagen bitter, war doch die Intension bei der Anschaffung Arbeitseinsparung. Und doch – es geht ja um das Beste für unseren Patienten – führt kein Weg daran vorbei, uns Kenntnisse für alle Probleme anzueignen, die ein Patient (symbolisch) zur Tür herein trägt. In dieser Situation ergeben sich genau zwei Möglichkeiten, entweder man lehnt die Übernahme des Falles ab, oder man nimmt an. Im zweiten Fall hat man auch die volle Verantwortung und damit auch die Pflicht, sich entsprechend auszubilden.
  • Wenn die Liste abläuft – mitdenken!
    Der Computer soll zwar Arbeit einsparen, doch das geht eben nicht immer. Vieles an der Radionik ist Eigenarbeit, die nur Menschen machen können. Um die gewünschte Wirkung zu erreichen, ist es absolut sinnvoll, beim Ablauf der Liste mitzudenken. Denn – wir erinnern uns – Radionik ist Menschenarbeit. Es ist die Vorstellung eines verbesserten Zustands beim Patienten, der die Verbesserung bewirkt. Stelle ich mir also nichts vor, passiert auch nichts. Ist doch logisch, oder?
  • Den Patienten im Sinn haben.
    Der Computer weiß nicht, was er zu tun hat. Er spult nur seine Liste ab, deren Inhalt er nicht mal kennt. Es fehlt komplett jegliche Bewusstheit. Das muss der Mensch übernehmen, sonst findet das Abspulen der Liste kein Ziel. Ein allgemeines Denken an die vielen Patienten, die im Computer vielmals hintereinander ablaufen, ist viel zu schwach, um zielgerecht arbeiten zu können.

Fazit
Radioniker mit konventionellen Instrumenten haben unschätzbare Vorteile vor modernen Radioniksystemen. Klassische Radionikgeräte stellen sicher, dass der Radioniker in seinem Tun optimal unterstützt wird und sich nicht in Nebenschauplätzen verliert. Im nächsten Newsletter stelle ich ein Radionikgerät vor, das allein bei der Vorstellung seiner Funktion bereits Wirkungen zeigt. Letztlich ist es nicht die Technikoberfläche, die zu Ergebnissen führt, es ist der gestützte Geist des Radionikers.

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