… oder die Schnittstelle zwischen Märchen und Wahrheit
Mich erreichen ständig Anfragen von Menschen und auch Kollegen, die mich fragen, wie sie ihren Kunden, Bekannten und anderen Interessenten Radionik erklären sollen. Eine kleine Auswahl von Unmöglichkeiten erreichte mich in diesem November und ich möchte die Gelegenheit ergreifen, einige der Dinge vorzustellen und natürlich meine Kommentare dazu abzugeben.
Vorschlag: Radionik ist eine hochmoderne Analyse-, Beratungs- und Heilmethodik.
Kommentar: Hhmm, das würde ich so nicht sagen wollen, denn ich sehe das Moderne nicht. Die ganzen Glanzgeräte machen ja noch keine Radionik und so viele ausgebildete wirklich gute Radioniker/innen gibt es nicht.
Vorschlag: Sie kann Menschen auch da besonders gut helfen, wo andere Verfahren versagen oder nicht mehr weiterführen.
Kommentar: Eindeutig nein. Sie ist kein mechanisches Verfahren, das etwas kann, was andere Verfahren nicht können. UND – es kommt immer auf den Anwender an, ob Radionik überhaupt etwas bringt. Was manche als Radionik bezeichnen, ist ja gar keine.
Vorschlag: Die Radionik wurde in den USA und in England entwickelt und basiert wesentlich auf Erkenntnissen des Physiknobelpreisträgers Albert Einstein.
Kommentar: Oh je, das ist aber wirklich ein Märchen, wer hat dir denn das erzählt? Gemeint war sicherlich Albert Abrams, der die Radionik in die Neuzeit gebracht hat (radionische Prinzipien wurden sicher schon zu anderer Zeit verwendet!). Abrams war Arzt und lebte und arbeitete zur Jahrhundertwende 1900. Mit Einstein hatte er – soweit wir wissen – gar nichts zu tun.
Vorschlag: Dass die Energie die Materie bestimmt (e = m²) und dass diese Tatsache auch für den menschlichen Körper gilt ist heute unbestritten.
Kommentar: … und hat aber mit Radionik aber auch gar nichts zu tun, denn wir arbeiten ja mit Informationen und nicht mit Energie.
Vorschlag: Störungen im körperlichen oder mentalen Bereich sind im Wesentlichen auf falsche oder fehlgeleitete Informationen (Programme) und dadurch verursachte Störungen im Energiefluss im menschlichen Körper zurückzuführen.
Kommentar: .. eben, und deswegen ist die Bemerkung über Energie im Zusammenhang mit Materie vollkommen überflüssig – Tja, wenn es denn so wäre. Es ist einfach, ‘fehlgeleitete Programme’ zu sagen. Aber auch hier gilt, dass der mechanistische Ansatz für die Radionik an sich keine Relevanz hat. Spricht man von Programmen, denkt der Normalmensch, dass diese immer gleich funktionieren. Das ist beim Menschen jedoch überhaupt nicht der Fall. Die Komplexität der menschlichen Psyche und der Körperfunktionen, die ja außerdem noch von den oben nicht erwähnten Emotionen abhängen, ist derart groß, dass auch die Radionik keine wie immer geartete Gleichschaltung (Programm) zustande bekommt. Allenfalls können wir darin unterstützen, dass sich der Patient ‘im Rahmen’ verbessert.
Vorschlag: Die Radionik misst und analysiert zum Beispiel falsche Informationen oder Denkmuster, …
Kommentar: … richtige aber auch, oder? Und messen, na, ich weiß nicht. Der Leser wird eine mechanische Messung vermuten/annehmen und das führt in die Irre.
Vorschlag: …innere Blockaden und mentale Konflikte, mit denen der Mensch seinen Energiebereich/-fluss oft auch unbewusst massiv stört, was wiederum massive Auswirkungen auf der körperlichen Ebene nach sich zieht.
Kommentar: Er kann sie auch geringfügig oder anderen Abstufungen stören, es kommt auch immer auf die Kompensatrionsfähigkeit der betreffenden Person an. Der Text ist mir hier einfach zu dramatisch.
Vorschlag: Die Radionik analysiert auch präzise, welche Energiezentren und Energiemeridiane, Über- oder Unterfunktionen oder Blockaden aufweisen.
Kommentar: Ach ja? Was meinst du mit präzise? Das kann nur ein guter Radiästhet! Die Radionikgeräte mit Zufallsgneeratoren sind für präzise Messungen nicht geeignet. Und Radiästheten machen allenfalls sehr ähnliche Messungen. Von Präzise kann da nur mittelbar die Rede sein. Beispiel. Du sagst 10 Leuten mit Führerschein, dass sie mit dem selben Auto eine Kurve fahren sollen. Keine der Kurven wird gleiche einer beliebigen anderen sein, aber alle haben eine Kurve gefahren – alles klar?
Vorschlag: Auf der Basis dieser Analysen ist ein gut ausgebildeter Radioniker mit Hilfe modernster elektronischer Geräte in der Lage ….
Kommentar: .. modernster – wieder dieser Versuch, mit Glitzerkram Eindruck zu schinden, keine gute Sache in meinen Augen. Außerdem wird vermittelt, dass man für die Durchführung von Radionik elektronische Geräte benötigt. Das ist natürlich überhaupt nicht der Fall. Ganz im Gegenteil – Radioniker mit langer ‘Betriebszeit’ entwickeln sich vom Gerät weg, sie brauchen es immer weniger!
Vorschlag: … im Wege des so genannten “Balancierungsverfahrens …
Kommentar: Also dieses Wort habe ich noch nie gehört und ich bin eigentlich in radionischer Terminologie ziemlich bewandert. Auch im Zusammenhang mit deiner folgenden Aussage kann das so nicht stimmen.
Vorschlag: … falsche Informationsprogramme oder Energiestörungen zu neutralisieren und die richtigen Informationen wieder im “System” zu verankern.
Kommentar: … falsche Informationsprogramme – gibt schonmal nicht. Du meinst sicher Informationsprogramme, die ungünstige, nicht gewollte, krank machende Wirkungen haben?
… Energiestörungen gibt es auch nicht, du meinst sicher Störungen im Energiefluss? Und du erweckst den Eindruck, dass letztgenannter gelenkt werden kann, wie man eine Weiche bei der Bahn verstellt. Das geht so auch nicht, denn es gibt ja Gründe dafür und ohne die Gründe zu bearbeiten, geht da gar nichts.
… die richtigen Informationen – ein gefährlicher Begriff, den auch schon die Nazis verwendet haben. So allgemein darf man das nicht sehen, weil wir Menschen eben nicht gleich sind. Deine Argumentation hört sich so an, als wenn man eine durchgebrannte Platine im Computer austauscht und alles ist wieder ok.
… verankert – hhmm, was meinst du damit? Wie geht das? Ich finde den Begriff äußerst unpassend, denn es wird der Eindruck erweckt, dass wir etwas verankern. Das liest sich stark nach der Möglichkeit von unbegrenzter Manipulation. Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen, denn dann würde die Radionik ihren guten Ruf verlieren.
Vorschlag: Erfolgreiche Radionik verlangt jedoch auch die aktive Mitwirkung des Klienten, das heißt, eigene Anstrengungen zum notwendigen Verändern von falschen Denk- oder Verhaltensmustern, die in der Analyse erkannt wurden.
Kommentar: Sehr richtig – gute Argumentation! Nur das Wort ‘falsch’ stört, denn das ist individuell verschieden und kann für den einen gut für den anderen schlecht sein. Wie wäre es mit ‘individuell schädlich’?
Vorschlag: Hierzu gehört des Weiteren ein regelmäßiger, umfassender Bericht vom Klienten oder dessen Beauftragten an den Radioniker.
Kommentar: Auch sehr richtig – jedoch unvollständig. Ich würde hier noch ergänzen, dass der Radioniker diese Berichte in seine weiteren Überlegungen und Behandlungen mit einbezieht und dass, je besser diese Berichte sind, er umso engeren Kontakt für die Analyse und radionische Projektion hat.













