Wanderradionik Teil 2

Fortsetzung aus RNS 09.2008

3. Energie in der Radionik.
Oftmals wird ja behauptet, dass auch Energie ‘verschickt’ wird, wenn wir Radionik betreiben. Welche Rolle spielt also Energie?

Nun, in der Radionikliteratur wird oftmals von Energien gesprochen. Sie seien heilsam, ‘ordnend’, harmonisierend. Jedoch scheint bisher niemand daran auch nur gedacht zu haben, diese Behauptung zu begründen. Ja klar, es gibt Patientenberichte über Wärme- und andere Gefühle, die einen Energiefluss nahe legen. Ob der jedoch von außen kommt, das ist die große Frage.

Im Buch ‘Der Radionik Report’ von Edward W. Russel (Radionik Verlag) wird ein Experiment beschrieben, in welchem ein in New York befindlicher Patient von Oxford (England) aus radionisch behandelt wird. Genau zur Behandlungszeit konnten elektrische Veränderungen im Patienten festgestellt werden. Sind das Hinweise auf externe Energieübertragungen?

Ich meine – nein. Aus der radionischen Praxis weiß man, dass es alte Leute schwerer mit radionischer Therapie haben als jüngere, denn die projizierte Information muss mit der körpereigenen Energie des Patienten umgesetzt werden. Energieübertragung benötigt außerdem eine Leitung, Energie leitungslos zu übertragen erfordert sehr große Energiemengen. Mit anderen Worten – betreibt man Radionik auf Distanz, scheint mir eine wie immer geartete Energieübertragung ausgeschlossen.

a. Zwischenfrage: Nun gibt es doch aber auch Radionikgeräte mit Orgonzusatz. Was hat es denn damit auf sich?

Für solche Instrumente gibt es keine andere Argumentation – es gilt das Gleiche. Auch wenn die Energie Orgon heißt, bedeutet das nicht, dass für sie nicht die gleichen Gesetze gelten wie für jegliche andere Energie. Ich wäre auf einen Erklärungsversuch gespannt, wie das vom Radionikgerät erzeugte oder akkumulierte Orgon zum Patienten hin kommt, wenn es sich um eine Distanzbehandlung handelt.

b. Wie man aber hört, sollen die Behandlungsergebnisse mit Orgon besser sein?

Wenn das so ist, dann hat das mit dem Glaubenssystem des Anwenders zu tun. Wenn dessen Unterbewusstsein ‘orgonverstärkt’ eine größere Wirkung erzielt, bedeutet es jedoch nicht, dass Orgon beim Patienten ankommt. Es handelt sich hier meiner Meinung nach um den Effekt, dass ein Radionikgerät Resonanz zum Anwender haben muss, um diesen maximal in seiner radionischen Arbeit zu unterstützen.

4. Brauche ich ein Gerät?
Diese Frage wird wirklich sehr oft gestellt. Die Antwort lautet – nein. Aber mit Gerät kann man wesentlich effektiver arbeiten , wesentlich müheloser, wesentlich konzentrationsloser (siehe auch letzte Frage ‘Unterschied Geistheilung-Radionik). Es ist einfach die Art, wie man an ein Problem herangeht, wie man ‘eingreift’, wie man die Dinge handhabt. Vielleicht mag ein Vergleich das klarer machen: Jeder könnte wahrscheinlich mit einem Reibeholz so viel Hitze erzeugen, dass man schließlich ein Feuer anmachen könnte. Um wie viel einfacher ist es ein Streichholz anzuzünden oder gar Feuer mit einem der Wegwerffeuerzeuge zu machen? Es ist einfach eine Frage der Priorität. Will ich als Anhänger der ‘alten Künste’ keine Streichhölzer oder Wegwerffeuerzeuge verwenden – ok. Um ein Feuer in Gang zu setzen, sollte man jedoch keine Hürden aufbauen. Effektiver, müheloser, konzentrationsloser macht man es eben mit den modernen Mitteln.

Natürlich kann ich meine Ziele auch ohne Radionikgerät erreichen, aber mein Aufwand wäre wesentlich größer. Ein zu mir passendes Radionikgerät, das auf meine Belange und Bedürfnisse eingerichtet ist, macht die Arbeit fast zur Nebenbeibeschäftigung. Und genau das ist es ja, was wir in unserer viel beschäftigten Zeit auch wollen: möglichst effektiv viel erreichen. Dazu benutzen wir Werkzeuge, die uns unterstützen. Einen Schraubendreher kennt jeder und hat sicherlich auch jeder schon einmal benutzt. So ein Gerät ist heute in jedem Haushalt zu finden – für gelegentliche Verwendung. Einem Schreiner oder Dachdecker würde es jedoch nicht im Traum einfallen, einen Schraubendreher zu benutzten. Dafür gibt es schließlich die Akkuschrauber!

Mit anderen Worten – jede Zeit hat ihre Werkzeuge. Um Geistheilung zu betreiben ist es von großem Vorteil, Radionikgeräte zu verwenden. Mit ihnen ist die Durchführung wesentlich einfacher und unkomplizierter.

Aus der nun über 60-jährigen Geschichte der englischen Radionikgesellschaft sind Protagonisten bekannt, die ‘es’ schließlich auch ohne Gerät konnten. Der Grund dafür war eine sehr tiefe Verwurzelung der Technik der Bedienung des jeweiligen Radionikgeräts im Unterbewusstsein. Das Gerät war sozusagen in das Unterbewusstsein eingesunken. Das sind aber immer Praktiker gewesen, die jahrzehntelang ihre Arbeit gemacht haben. ‘Umsonst’ bekommt man eine solche Fähigkeit nicht.

5. Zeiteinteilung in der Computerbehandlung und Wiederholung der Behandlungen in der Radionik
Bei der computerisierten Radionik wird oftmals ein Rhythmus in der immer gleichen Behandlung vorgegeben, beispielsweise als Voreinstellung alle 4 Stunden. Wie sinnvoll ist das, was hat es damit auf sich.

Nun, Sinn dieser Maßnahme ist die Vorstellung des steten Tropfens, der den Stein höhlt. Durch ständige Wiederholung wird die ‘Erinnerung’ an den harmonischen Zustand immer wieder erneuert und wieder hervor geholt und damit – so die Vorstellung – eine verbesserte Wirkung erzielt.

Meine Meinung ist das jedoch nicht, es ist die Meinung derjenigen, die solche Maßnahmen nutzen. In der Radionik haben wir es mit reiner Information zu tun. Ob ich nun einmal sage 1 + 1 = 2 oder das 100mal wiederhole – die Information ist immer die gleiche, nämlich dass das Endergebnis 2 lautet. Das Empfängersystem würde sich wahrscheinlich eher genervt fühlen (Werbungseffekt), wenn es dauernd eine Selbstverständlichkeit empfängt und ihm so nicht die Zeit zur Reaktion gelassen wird.

In der klassischen Radionik wird niemals die gleiche Behandlungsliste verwendet. Vor allem wird stets auch immer die erforderliche Reaktionszeit gelassen. Es wird dann immer neu abgefragt, was denn zum jetzigen Zeitpunkt an Behandlungen erforderlich ist. Damit ist immer gewährleistet, dass die beste, aktuellste und adäquateste Hilfestellung geleistet wird, die möglich ist. Wenn innerhalb der Liste Wiederholungen im Vergleich zur Vorliste vorkommen, ist das nicht so gewollt sondern laut Auskunft der intuitiven Informationsgewinnung erforderlich. Mit Automatismus hat das jedoch wenig zu tun.

Fazit. Meiner Meinung nach schadet eine automatische Wiederholung dem Prozess nicht wirklich, ist jedoch überflüssig. Der Könner ‘belastet’ das System seines Patienten nicht mit überflüssigem Ballast sondern nur mit erforderlichen Informationen.

6. Medikamentenherstellung und das Gesetz
Wenn ich mittels Radionik Medikamente herstelle, gerate ich dann mit dem Gesetz in Konflikt?

Nun, die Antwort ist, dass wir keine Medikamente herstellen! Medikamente enthalten physische Wirkstoffe. Wirkstoffe sind – so banal das klingt – Stoffe, die eine Wirkung haben. Das ist bei radionisch hergestellten Mitteln nicht der Fall.

Ja, aber was dann?

Oftmals stellt der Radioniker homöopathische Mittel her, wobei das Wort ‘herstellen’ hier vollkommen an der Wirklichkeit vorbei geht. Der Fachausdruck dafür heißt ‘simulieren’. Man simuliert ein Mittel. Das bedeutet, einer Trägersubstanz wird radionisch (mit anderen Worten per geistiger Prägung) eine Information ‘mitgegeben’, welche die Wirkung haben soll, die der Anwender dem Mittel in seiner Vorstellung zumisst. Das wiederum bedeutet, dass verschiedene Anwender, die beispielsweise Arnika D4 simulieren, stets verschiedene Mittel bekommen, da ja jeder nach seiner Vorstellung simuliert. Selbstverständlich können auch andere Informationen verwendet werden. Besonders eignen sich energetische Mittel dazu (zum Beispiel Bach- und andere Blüten), simuliert zu werden. Bei physischen Mitteln sind die Ergebnisse bisher nicht berauschend, d.h. manche können sie simulieren viele, die meisten, jedoch nicht.

Was muss ich auf das Etikett schreiben, damit ich auf der sicheren Seite bin?

Ein/e Radioniker/in hält sich immer an das Gesetz des Landes, in dem er/sie sich aufhält. Daraus ergibt sich, dass man genau das drauf schreibt, was drin ist: Radionisch simuliertes XYZ’ und nichts anderes. Wer besonders sorgfältig sein will, schreibt noch einen Hinweis auf nicht wissenschaftlich anerkannte oder bewiesene Wirkung auf den Aufkleber und natürlich die Herkunft (den eigenen Namen und die entsprechenden Kontaktdaten).

Welche Trägersubstanzen kommen in Frage?

Am gebräuchlichsten sind so genannte ‘unarzneiliche Globuli’, das sind arzneilose Milchzuckerkügelchen, die es im Kilopack in der Apotheke gibt. Hygienischerweise lässt man sie gleich dort steril in kleine braune Fläschchen zu je 7.5g abfüllen. Dann hat man einen ca. 14 Tage-Vorrat für 3 x täglich 5 Kügelchen. Es gibt jedoch auch Nachteile, zum Beispiel bei Milchzuckerunverträglichkeit. Andere Träger wären jegliche andere Lebensmittel. Ich habe beispielsweise schonmal von einer auf einen Bierrest in einer Flasche übertragene Information gegen eine drohende Erkältung gehört, die dann nach dem Genuss des Biers nicht mehr ausbrach.

7. Unterschied Geistheilung und Radionik.
Es wird ja immer wieder gesagt, dass Radionik eine Geistheilungskomponente enthält. Ist denn Radionik Geistheilung oder wo liegen die Unterschiede?

Von den Herstellern automatischer Systeme, die mit Zufallsgeneratoren arbeiten, wird dieses Thema tunlichst ausgespart und versucht, die ganze Geschichte auf eine physikalische Basis zu stellen. Dies scheitert jedoch, denn dann müsste immer alles funktionieren, es würde keine Krankheiten mehr geben und entsetzlicherweise würde es zum Kampf der Automaten kommen, wenn zwei Besitzer solcher Systeme gegensätzliche Ziele hätten. Also von meiner Seite her – abhaken und sich um Argumente kümmern, die dem Thema angemessen sind.

Eine Radionikdefinition für die klassische Radionik lautet: Radionik ist gerätegestützte Geistheilung. Doch was bedeutet das? Zunächst wird hier ausgesagt, dass Radionik Geistheilung ist, sich von dieser jedoch unterscheidet, da Geräte benutzt werden. Was ist denn eigentlich Geistheilung? Es ist Heilung durch den Geist. In der Praxis läuft das oftmals so ab, dass energetische Striche über erkranktem Gewebe gemacht oder Hände aufgelegt werden, wobei im Geist die Vorstellung von Energiefluss und gesundem Gewebe vorherrscht. Ganz selten wird nur mit der Vorstellung gearbeitet, mit reiner Information. Ich denke, dass es sich bei der letzte Gruppe im Grunde um Radioniker handelt, die ihren Geist zur reinen Informationsabgabe trainiert haben und ohne Energieabgabe arbeiten.

Der Nachteil solcher ‘direkten’ Methoden liegt darin, dass meist mit eigener Energie gearbeitet wird. Der Geistheiler – Paradebeispiel Bruno Gröning, der ganze Busladungen Leute behandelte und hinterher immer mehrere Tage sehr krank war – verwendet eigene Energien und strengt sich an, um seine Ziele zu verwirklichen.

Ein Unterschied wäre demnach, dass Geistheiler mit Energie Radioniker jedoch ohne Energie arbeiten.

Der zweite offensichtliche Unterschied ist die Geräteabhängigkeit. Ein Radioniker verwendet ein Gerät, um sich nicht ständig und bewusst konzentrieren zu müssen. Das erledigt dann nämlich sein Unterbewusstsein, das ja weiß, dass das Gerät gerade dies und jenes darstellt. Der Geistheiler muss ständig, konzentriert und exakt seine Ziele vor seinem inneren Auge haben, ein Radioniker muss das nicht.

Ein Geistheiler hat es demnach schwerer, seinen Beruf auszuüben, als ein Radioniker. Um Geistheiler zu sein, bedarf es langer Übung und konsequenter eigener Weiterentwicklung. Das Gleiche trifft zwar auf einen Radioniker ebenfalls zu, jedoch besteht durch den ‘Umweg’ über das Unterbewusstsein die Chance, dass auch in relativ ungeübtem Zustand beachtliche Ergebnisse erreichte werden.

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