Welche Arbeiten kann uns in der Radionik ein Computer abnehmen? Teil 3

Im ersten Teil der kleinen Serie hatten wir uns mit der radionischen Analyse befasst. Dabei ging es um die Aufgabenstellung, die rituellen Schritte der Radionikanalyse in kleinste, vom Computer erfassbare und damit auch programmierbare Schritte zu unterteilen. Diese, so das Fazit, ließen sich – jedenfalls was die Schritte drumherum angehen – problemlos in ein Computerprogramm übersetzen, während die eigentliche Analyse am besten immer noch vom Radioniker selbst durchgeführt wird.

Problemlos heißt nun nicht, dass es einfach im Sinne von simpel ist, solche Schritte zunächst zu definieren und dann umzusetzen. Allein all das, was wir als Menschen unbewusst tun, gilt es zu erfassen und entsprechend computergerecht aufzuarbeiten. Das bedeutet eine gewisse Komplexität, die man hier nicht vermeiden kann.

Aus meiner Erfahrung mit der Programmierung des Radionik Managers kann ich sagen, dass Dinge, die sich zunächst einfach darstellten, später zu ungeahnter Komplexität ausuferten, die es notwendig machte, diese Schritte noch weiter zu vereinfachen.

Kleines Beispiel aus dem Alltag (wenn auch nicht radionisch): das Anzünden eines Streichholzes. Es fängt ja noch harmlos an, wenn wir der Streichholzschachtel ein Streichholz entnehmen. Es wird schon leicht komplizierter, wenn dieses Entnehmen auch schon der Regel unterliegt, dass nicht der rote Phosphorkopf sondern dessen blankes Gegenüber angefasst werden muss. Ganz kompliziert wird es jedoch, wenn es um Druck auf der Reibefläche (was in Gottes Namen ist für einen Computer eine Reibefläche?) und die Reibegeschwindigkeit geht. Jeder, der Kinder hat, weiß sicher noch, wie ungeschickt die Kleinen am Anfang damit umgingen und wie viele Streichhölzer teils mit bereits brennenden Köpfen zu Bruch gingen, bevor das Kind es ‘drauf’ hatte.

Nun genauso muss man sich auch einen Programmierer vorstellen, der Radionik programmiert. Von Radionik keine Ahnung, von den zu unternehmenden Schritten auch nicht und vom Auftraggeber, der bestenfalls, nicht jedoch ganz sicher, Radioniker ist, wegen seiner Fachidiotie mit unzureichender Schrittbeschreibung ausgestattet – ja, das sind die Freuden beim Radionikprogrammieren.

Im zweiten Teil wurde über die Beschaffenheit der Datenbanken referiert. Das Fazit hier war, dass dem Anwender vom System nur solche Datenbanken angeboten werden sollten, die auch seinem Bildungsstand und seinen Interessen entsprechen. Alle anderen lenken nur von seiner Kernkompetenz ab und behindern so seine radionische Arbeit. So gering diese Behinderung auch sein mag – wer für sein Klientel das Beste herausholen will, kümmert sich eben auch um Kleinigkeiten, die dem Besten im Weg stehen.

Ein weiterer Punkt war die Forderung, dass radionische Verfahren stets nur mit der Grundlage einer schriftlich niedergelegten Absicht durchgeführt werden sollten und daher ein Computerprogramm, das seinen Anwender unterstützt, diese nicht nur immer gut sichtbar darstellen soll sondern auch dafür sorgen muss, dass der Anwender sie auch ernst nimmt.

Hier im dritten und letzten Teil befassen wir uns mit der Lesbarkeit von Ergebnislisten und der Kommunikation mit dem Klienten.

Aus der Erfahrung von über 10 Jahren mit computergestützten Radioniksystemen weiß man um die Form, in der Computer ihre Ergebnisse ausgeben. Alle Hersteller verwenden dazu Listen, in denen die Ergebnisse tabellarisch aufgelistet werden. Manche fügen ihren ‘Funden’ noch Erklärungen bei, die den Fund selbst erklären, zum Beispiel die Bedeutung der Bachblüte Elm.

Oftmals werden – preislich gestaffelt – kurze bis lange Listen solcher ‘Treffer’ übermittelt, per E-Mail oder ausgedruckt als Brief. Unerklärlicherweise scheint das niemanden zu stören, ich habe jedenfalls noch nie von einem Klienten eine Beschwerde darüber gehört. Man scheint das nicht anders zu erwarten.

Doch was bedeutet das für den Kunden eigentlich. Er bekommt eine Auflistung all dessen, was der (mit einem Zufallsgenerator ausgerüstete) Computer für ihn ermittelt hat. Diese Ermittlung geschieht jedoch im Weltbild und in der Absicht des Radionikers, was natürlich ganz anders gestrickt ist, als das des Klienten. Meistens (und damit meine ich Prozentzahlen weit jenseits der 90%) – so meine Meinung – ist die so erstellte Ergebnisliste für den Klienten gar nicht lesbar, denn er bekommt Informationen, die nicht auf sein Wertesystem ‘übersetzt’ und damit unbrauchbar sind.

Die Frage lautet: “Kann ein Computersystem einen Anwender darin unterstützen, eine Übersetzung der Ergebnisse für das Anwenderweltbild in das Weltbild des Klienten zu erstellen?” Ich denke, dass dies nicht möglich ist. Das ist die Kreativleistung des einzelnen Radionikers, die nicht an eine Maschine abgegeben werden kann, weil Computer nicht kreativ sind. Wer glaubt, mit Ergebnislisten um sich werfen zu können und damit seinen ‘Job’ erledigt zu haben, der geht an den Möglichkeiten der Radionik vollkommen vorbei und verzichtet so auf weitere Effektivitätspotenziale in der Radionikbehandlung, die durch Einsicht und Verständnis der eigenen Probleme entstehen.

Ein Klient möchte ‘seine’ Ergebnisse so erklärt bekommen, dass er sie versteht und er möchte Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, wie er aus seiner Situation mehr machen kann. Das kann ein Computer nicht leisten, denn dafür benötigt man eine Schulung, eine Lehre, ein Studium und letztlich auch die dazu gehörige Erfahrung, die dann zur Synthese der Ergebnisse führen. Ein Computer kann noch so gut mit Einzelheiten der vorgenannten Disziplinen unterfüttert sein, das Kombinieren zu einem für den Klienten logischen und gefühlsmäßigen Ganzen, das kann er nicht. Ein Computer wird immer nur eine Liste auswerfen, nur ein (gebildeter) Radioniker kann daraus mehr machen.

Das führt uns direkt zur Kommunikation mit dem Klienten selbst. Wir haben es bei der Radionik ja nicht mit einem Automaten zu tun, wir stecken Geld hinein und bekommen etwas, das wir schon kennen (wie zum Beispiel belegte Brötchen oder Süßigkeiten). Solche Dinge bedürfen keinerlei Erklärung, sie sind uns bekannt.

Etwas anders liegt sie Sache beispielsweise, wenn wir in eine uns unbekannte Gegend verreisen wollen. Wir kaufen die Fahrkarte, setzen uns in den Zug und lassen uns dort hin fahren. Wieder ein Automatismus, der jedoch bereits einige Unwägbarkeiten für uns bereit hält. Dabei kann es um das Wetter, die Sprache, die Reisedauer usw. gehen, was alles Dinge sind, die ein normaler Mensch aufgrund seines Erfahrungsschatzes selbst herausfinden und in seine Planungen mit einbeziehen kann.

Gänzlich anders liegt die Sache jedoch, wenn es in den Bereich der menschlichen Psyche und des menschlichen Körpers geht. Die meisten Menschen haben hier gar keine Bildung und können daher mit Ergebnissen von ärztlichen Untersuchungen wenig anfangen. Sie sind dann auf Rat und Tat des Arztes angewiesen. Sie vertrauen ihm und lassen ihn machen, meist ohne seine Meinung zu hinterfragen. Andererseits – in Zeiten immer mehr gerichtlicher Auseinandersetzungen zwischen Arzt und Patient ist die Sache heutzutage jedoch nicht mehr so vereinfacht darzustellen. Die Patienten sind (ein wenig) mündiger geworden, in unserer Informationsgesellschaft eignen sich Viele Wissen aus anderen Berufen an.

Es sollte daher auch für den Radioniker eine Selbstverständlichkeit sein, seine Ergebnisse so kommunizieren zu können, dass der Klient sie versteht und in den Kontext seines Lebens einordnen kann. Dazu gehört auf Seiten des Radionikers eine gute Kenntnis der Lebensumstände und deren Modalitäten des Klienten, denn nur so kann er Beziehungen aufzeigen, die der Klient als subjektiver Teilnehmer seiner Lebensbühne nicht wahrnimmt.

Und auch hier wieder die Gretchenfrage: “Kann ein Computersystem einen Anwender darin unterstützen, die für den Klienten notwendigen Erklärungen der radionischen Analyseergebnisse und radionischen Behandlungen abzugeben?” Und auch hier lautet meine Antwort – Nein.

Kein Computer ist in der Lage, Fürsorge auszudrücken, sich zu kümmern, den Klienten an die Hand zu nehmen. Wer ohne seine Ergebnisse zu kommunizieren radionische Behandlungen gibt, verhält sich insofern fahrlässig, als er dem Klienten die Möglichkeit nimmt, durch Verständnis und Einsicht zu wachsen, und setzt sie der Gefahr aus, die immer gleichen Fehler immer wieder zu wiederholen.

Gesamtfazit
Computer können uns auch in der Radionik von den ungeliebten Routinearbeiten erlösen. Von der Erhebung der Daten (Radionikanalyse), bis zur radionischen Projektion gibt es viele kleine Hakeligkeiten, die ein Computer übernehmen kann. Radioniker aller Generationen haben sich an scheinbar unabwendbare, notwendige Schritte bei der Ausübung der Radionik gewöhnt. Der Computer kann hier sehr vieles verändern und vor allem durch die Abnahme von eher technischen Aufgaben im radionischen Prozess, die so notwendige Kreativität stärker in den Vordergrund rücken lassen. Alles, was in der Radionik kreativen Einsatz erfordert, kann nicht vom Computer übernommen werden. Das bleibt beim Anwender selbst. Durch den Einsatz von Computern hat sich die Radionik selbst nicht verändert, jedoch ist das Verfahren vereinfacht und dadurch mehr in das Bewusstsein verschoben worden.

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