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mit freundlicher Genehmigung aus der aktuellen ‘Radionic Quarterly’
Es war Samstagabend beim Studienwochenende im Sparsholt College1, als wir zum erstenmal über ein virtuelles Radionikinstrument sprachen. Anlass war, dass wir über die Verfügbarkeit guter und bezahlbarer Geräte für das Training der Studenten in der (englischen) Radionikschule sprachen. Die Lafferty-Geräte werden nicht mehr gebaut und die verschiedenen Möglichkeiten des Marktes sind alle unglaublich teuer, auch und sogar in der Grundausführung. Tony2 zeigte mir ein in China gebautes Instrument mit 12 Schaltern und einem Potenzierer, das wie ein Nachbau des Grundgerätes von Copen aussah. Ich bin auf neue Radionikgeräte immer sehr neugierig und dieses sah nett aus, jedoch war ein im Behandlungsmodus eingebautes Ticken sehr ärgerlich.
Wir diskutierten, wie die Chinesen ohne radionische Geschichte im Hintergrund dazu kämen, ein Radionikinstrument zu bauen und ob das Innenleben dieses Instruments eine Kopie des Copeninstruments oder schierer Unsinn wäre und letztlich ob auch nur irgend ein Schaltkreis für die Effektivität eines Radionikinstruments von Bedeutung sein könnte.
Weiterhin – die Zeit geht weiter – und die neueste Generation von radionischen Instrumenten sind computerisierte Systeme, die mehr oder weniger von selbst laufen. Man drückt einen Knopf und das System läuft an.
Dies führte uns zu der Idee, ob nicht ein virtuelles Instrument auf einem Laptop oder anderen Computer laufenden Programm als Arbeitsmodell für die Radionik machbar wäre. Wenn ein Instrument, obwohl es aus Plastik, Metall oder Holz gemacht wäre und einen Schaltkreis enthielte, nur ein Fokussierpunkt für den Anwender ist, dann sollte das Muster oder das Bild eines Instruments auf dem Bildschirm ebenfalls effektiv sein und damit das ganze Instrument auf dem Computer simulierbar sein. Nach ein paar Bier versprach ich Tony, einen Blick in die Programmierung eines solchen Instruments zu werfen und ging nach Hause, um darüber nachzudenken.
Dinge zu versprechen ist der einfachste Teil, diese auch ordentlich zu erledigen ist der schwierigere. Das Erste, was ich tat, war meine Programmierkenntnisse aufzupolieren, die bereits etwas angerostet waren und so tauchte ich ein in objektorioentiertes Programmieren mit Visual Basic Express – aber keine Angst, ich werde Sie damit nicht langweilen …
Was für mich wirklich wichtig war, war die Frage, wie ein Radionikinstrument auf einem Computer anständig funktionieren kann. Geht man gedanklich zu den ältesten Geräten zurück, dann basierte die radionische Arbeit auf Elektrizität – mit Abrams’ Oscillocloclast und Widerstandsnetzwerken. Ruth Drown benutzte radioähnliche Schaltkreise. Wie überliefert wird, pickte sie die Komponenten ohne bewusste Auswahl ([Anm.d.Red.] also intuitiv!) aus großen Wühltischen heraus, deren Inhalt unsortiert angeboten wurde. Später baute Galen T. Hieronymus Instrumente, die Kondensatoren enthielten, welche die so genannte ‘elliptische’ Energie leiteten und transformierten, von der er glaubte, dass sie die der Radionik unterliegende Kraft war. Dies war die Art von Kraft, von der er demonstrierte, dass sie Pflanzen erlaubte grün zu werden, obwohl sie in absoluter Dunkelheit wuchsen (in der Natur kann in absoluter Dunkelheit kein Chlorophyll und damit auch das grüne Aussehen von Pflanzen nicht gebildet werden).
Über die Bedeutung der Schaltkreise in den alten Instrumenten ist nur wenig bekannt. Nur Hieronymus gab einige Informationen darüber preis, wie ein Instrument gebaut werden sollte, das für radionische Zwecke eingesetzt würde und welches die brauchbarsten Materialien seien und welche nicht. Es scheint einige Regeln zu geben, was die Auswahl von Materialien betrifft – Substanzen, welche die eloptische Energie leiten, wären beispielsweise Metalle, Licht usw., während sie andere wie Bakelit, schwarzer Kunststoff oder Plastiktaschen, isolieren.
Hieronymus’ Idee der eloptischen Energie als Medium radionischer Kraft ist in den USA immer noch lebendig und es gibt eine deutliche Unterscheidung zwischen Radionik und Radiästhesie. In der US-Radionik wird viel mehr an die Kraft eloptischer Energie geglaubt als wir das in Europa tun, die von einem Instrument selbst – wegen seinem mechanischen und elektrischen Layout – und nicht von der eigenen mentalen Kraft ausgeht. Jedoch wird auch in den USA in der radionischen Analyse ausgiebig Gebrauch von Radiästhesie gemacht, was man dort ‘kaltes Scannen’ nennt.
Obwohl es faszinierend ist, den Schaltkreis ins Kalkül zu ziehen, war das für ein virtuelles Instrument auf einem Computer nicht möglich. Ich schaute mir daraufhin also den Aufbau moderner computerisierter Systeme an, um eine Idee davon zu bekommen, wie diese realisiert wurden. Obwohl ich mir kein Copen MARS III oder ein Quantec leisten konnte, denn diese sind unglaublich teuer, bekam ich einen Eindruck davon, wie sie arbeiten.
Die prinzipielle Philosophie hinter diesen Instrumenten leitet sich von einem Experiment ab, das von Forschern am MIT durchgeführt wurde. Verschiedene Universitäten haben Computer mit Zufallsgeneratoren in Gebrauch, die ungefähr jede Sekunde eine Zahl errechnen, sagen wir zwischen 0 und 10. Der durchschnittliche Wert sollte fünf sein, mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Abweichung, die aus dem Versuchsaubau der einzelnen Installationen entsteht. Der mittlere Wert ist jedoch aus irgend welchen Gründen nicht konstant, sondern er weicht mehr oder weniger davon ab. Warum, weiß ich nicht, die Forscher versuchten jedenfalls eine Verbindung zwischen diesen Abweichungen und Weltereignissen, von denen sie annahmen, dass sie damit zu tun haben, zu finden. Erstaunlicherweise fanden sie tatsächlich Verbindungen zwischen diesen statistischen Abweichungen und Ereignissen größeren öffentlichen Interesses oder Schocks wie der vom 11. September oder anderen spektakulären und verstörenden Katastrophen von meist weltweitem öffentlichen Interesse.
Dies führte die Instrumentebauer zu der Idee, einen Zufallsgenerator mit der Absicht in ihr Instrument einzubauen, die Absicht des Anwenders (oder jeder gegenwärtigen ‘Kraft’) aufzufangen, um eine Antwort von ‘ja’ oder ‘nein’ bei der Abweichung der Zufallszahlen, die von Zufallsgenerator erzeugt wurden, zu produzieren und dann diese Daten im Programm zu verarbeiten und somit eine Analyse zu bekommen.
Obwohl diese Idee technologisch faszinierend ist, wären diese Arten von Instrumenten entweder für erfahrene Anwender oder für sehr unerfahrene Anwender geeignet, wobei letztere nicht beabsichtigen, tiefer in die klassische Radionik einzudringen, denn diese Computermethode schließt den bewussten Geist des Anwenders aus. Sie scheinen nicht sehr hilfreich beim Erlernen der grundlegenden Analyse- und Behandlungsmethoden zu sein und tragen nichts dazu bei, die Prinzipien der radionischen Basisarbeit zu verstehen.
Im Gegensatz zu den USA war Radionik in Europa beim Menschen nie verboten. Das war der Verdienst von George de la Warr und sein hart erkämpfter Erfolg vor Gericht in einem Verfahren, das ihn finanziell fast ruinierte. De la Warr begann mit dem Nachbau der Drowninstrumente, die noch auf Widerstandsbasis konstruiert waren. Für ihn waren es nicht die Widerstandswerte, die von Bedeutung waren, sondern die Winkelanteile. Am Anfang benutzte er deswegen sogenannte Antennen, runde verchromte Metallplatten, die von einem Schieber aufgeteilt wurden. Später verwendete er Widerstände – jedoch nur wegen der Kosten und aus Gründen der Verfügbarkeit.
Die Entwicklung von Radionikinstrumenten in Großbritannien war von denen in den USA fast vollständig getrennt. Während in den USA Hieronymus und die meisten anderen Forscher mit eloptischer, in Schaltkreisen geführter Energie arbeiteten, war die radionische Welt in Großbritannien viel kreativer. Butcher kam mit seinem Instrument heraus, das Licht verwandte, und Malcolm Rae entwickelte seine magnetisch-optischen Karten, die später kopiert und in Indien neu entworfen wurden und als Sanjeevini-Karten Furore machten. Neuere Entwicklungen sind holographische Instrumente, die bestehen aus einem Hologramm -.ohne Verwendung eines Schaltkreises, weder elektrisch noch optisch. Tatsächlich fand in Großbritannien ein klarer Fortschritt vom Schaltkreis zur mentalen Radionik statt. Und das holographische Instrument ist sicher ein wahrhaft virtuelles Instrument und wahrhaft eines, das ausschließlich damit arbeitet, die Geisteskraft des Anwenders zu fokussieren und zu verstärken.
Zurück zu der Frage, wie man ein virtuelles Instrument auf einem einfachen Laptopcomputer realisieren könnte. Bei meinem ersten Kontakt mit Radionik schaute ich auf die Außenseite einer Blackbox, auf ihre Schalter und Platten. Ich wusste nicht, was im Gehäuse war. Jedoch musste das etwas Verborgenes und Mächtiges sein, zumindest etwas, das funktionierte. In einem Auto gibt es eine Maschine unter der Haube, aber als Fahrer kümmert man sich normalerweise nicht darum, wie sie funktioniert, man verlässt sich darauf, dass sie es tut.
Manchmal, so muss ich zugeben, erinnert mich meine Ausbildung zum Radioniker an den Erwerb der Fahrerlaubnis – das Erlernen der Regeln, denen man auf den Straßen der Analyse und der Behandlung folgen muss, aber nichts über die Maschine im Auto selbst zu lernen, außer wie man sie startet, wie man anhält und die Gänge betätigt.
Obwohl es in der Radionik möglich sein mag, ohne irgend eine Maschine in der Blackbox zu betreiben, mag es – zumindest am Anfang – hilfreich sein, eine zu haben.
Ich fand den ersten Hinweis im Buch von Hieronymus. Hieronymus war der erste Radionikforscher, der ein Patent auf ein radionisches Instrument bekam. Dieser Analysierer wurde von John W. Campbell getestet, der keinen elektrischen Schaltkreis aufbaute, sondern diesen mit Tusche auf ein Blatt Papier malte. Das Instrument arbeitete perfekt – nur mit aufgemaltem Schaltkreis, ohne jegliche Elektroenergie.
In der Radionik scheinen Muster sehr mächtig zu sein. Es gibt auch Muster, die man für die Balancierung und Projektion von Information verwenden kann. Im Sanjeevini-System gibt es eine Karte, die dazu verwendet wird, Sanjeevini-Mittel zum Patienten zu projizieren. Das Muster des Peggotty-Instruments kann auf ein Blatt Papier kopiert werden und wirkt genauso so kräftig wie das reale Peggotty-Board selbst.
Mit diesen Gedanken im Hinterkopf entschied ich mich dafür, ein Muster für den Kern eines virtuellen Radionikinstruments zu verwenden. Weil das Hieronymus-Instrument auf zwei variablen Kondensatoren basiert, die in Europa nicht sehr bekannt sind, wählte ich als Vorlage ein Delawarr-Instrument für meinen Entwurf. Ich schaute mir die Verdrahtung des Instruments an und kopierte den Schaltkreis in ein Diagramm, wobei ich die Muster für die individuellen Spannungsregler offen ließ. Diese Muster werden dann später vom Computer entsprechend der gesetzten Rate in das Diagramm eingeblendet. Das Diagramm-Instrument ist damit bereit, mit dem virtuellen ‘Becher’ verbunden zu werden – der sich ebenfalls auf dem Bildschirm befindet.
Dies funktioniert für einen Becher gut, wenn man das Muster während der Projektion unverändert lässt. Um in der Lage zu sein, mehr als einen Becher gleichzeitig zu nutzen, testete ich verschiedene Muster, welche es erlauben, die radionische Information im Diagramm-Instrument zu speichern. Ich fand, dass Spiralen sehr effektiv sind, aber andere Muster oder Symbole könnten ebenfalls geeignet sein.
Wenn man eine Rate eingestellt hat und man den Becher ‘lädt’ verbindet das Instrument den Becher für ungefähr 10 Sekunden mit dem Diagramm. Dann wird die Verbindung vom Programm getrennt und die Schalter auf die Ausgangsstellung (0) gestellt. Man kann nun eine weitere Rate einstellen, einen weiteren Becher laden und so einen weiteren Patienten behandeln.
Mit diesem Muster als Kern kann nun die Blackbox wieder durch eine virtuelle Blende geschlossen werden, die Knöpfe und andere Einstellmöglichkeiten haben, welche das radionische Leben leichter und handhabbarer machen.
Mein eigentlicher Gedanke war, das Patientenmuster direkt auf dem Bildschirm zu platzieren, was bei Laptops sehr einfach getan werden kann. Mit Desktop-Bildschirmen ist das jedoch etwas kompliziert und so fügte ich die Möglichkeit hinzu, einen virtuellen Sticker am Becher anzubringen, auf dem der Name und andere Einzelheiten des Patienten geschrieben werden können.
In der letzten Version kam die Möglichkeit der Potenzierung hinzu.
Nun kann der Spaß mit dem Programmieren also beginnen (nachdem ich mich mit den neuen Methoden des Programmierens mit Visual Basic vertraut gemacht hatte). Ich fügte neue Eigenschaften hinzu wie vorgefertigte Programmteile, programmierte Behandlungen, automatisches Setzen von Raten im Analyseprozess und eine Kombination von Programm und Analyseblättern für die Dokumentation von Patienteninformationen.
Am virtuellen Radionikinstrument wird noch gearbeitet, aber die ersten Testmodelle arbeiten bereits. Es ist noch eine Menge Arbeit zu tun, bis es auf jedem Computer perfekt läuft. Vielen Dank an alle Tester, die Zeit und Enthusiasmus für die Verbesserung des Programms aufgebracht haben, um es handhabbar und effektiv zu machen!
Zusammenfassung der Eigenschaften:
- Raten der Basis 10, 12 und 44
- 12 Schalter zum Einstellen der Raten
- 7 Becher – unabhängig voneinander zu bedienen
- Programmeigenschaften für zeitlich bestimmte Projektion
- Einsatz von Farben
- Landschafts-Behandlung mittels gescannten Fotos (2 Becher)
- Analysemodus
- Potenzierung.
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